Sonntag, 7. Juni 2026

Der Tag vor ihrer Operation

Alexa wird operiert


Der Tag vor der Operation


Angst?


Alexa und und ihre Betreuerin sitzen in einem kleinen Raum im Sozialtreff. Nachdem sie mit vielen anderen Klienten und Betreuern zusammen gefrühstückt haben, ziehen die beiden sich zurück.


Montag Vormittag im Juni. Alexa hatte bereits am Wochenende ihre Tasche für das Krankenhaus gepackt. Alles besorgt, was ihr für den Aufenthalt gefehlt hat. Sie hofft, das sie in 2 Wochen wieder zuhause ist. Vor Aufregung hat sie kaum schlafen können, fühlt sich etwas gerädert, als sie morgens gegen 8 Uhr aufwacht. Nervös ist sie und aufgeregt. Heute nachmittag soll sie zur Anmeldung im Krankenhaus sein. Das UKE in Hamburg hat sie sich ausgesucht. Alle anderen sind ihr zu weit weg. Niemand könnte sie dort besuchen. Und sie selber hat es nicht so weit bis zum UKE. In ca. einer Stunde ist man bereits mit der U-Bahn dort. Müde steht sie auf und wankt ins Badezimmer, Sie stellt sich unter die Dusche. Anschließend rasiert sie sich und putzt ihre Zähne. Anschließend packt sie alles was sie dafür benötigt in ihre Tasche. Ganz schön schwer ist die Tasche, stellt sie fest. Mist, ruft sie laut! Sie geht zurück ins Schlafzimmer um sich anzuziehen. Danach kontrolliert sie ihre Wohnung (PC, Fernseher, Lampen) ob auch alles aus ist. Nach dem sie das erledigt hat, greift sich ihre Tasche, Haustürschlüssel und verläßt die Wohnung. Sie geht nur nahen U-Bahn Haltestelle und fährt zum Sozialtreff. Die Zeit bis zur Fahrt zum UKE möchte sie dort verbringen.


Ob ich Angst habe? Fragt mich meine Betreuerin gerade. „ Nein überhaupt nicht. Nervös und aufgeregt ja, aber nicht ängstlich. Warum auch? Ich schlafe doch während der Op“

Sie reden über die bevorstehende Operation. Alexa erzählt über den Animierten Film, den sie im Internet gefunden hatte. Er zeigt, wie die OP abläuft. Wie aus einem Penis eine Vagina wird. War nicht leicht, sich das anzusehen. Ziemlich heftig sogar. Aber damals sagte sie sich, egal wie schwer es wird, sie schläft die ganze Zeit, bekommt von alldem nichts mit. Steffi hätte Alexa gerne zum UKE gefahren aber sie muss im Sozialtreff bleiben. Sie ist mit „Sozialberatung“ dran. Schade, denkt Alexa sich. Sie quatschen über Gott und die Welt. Alexa erzählt von ihrem Vorgespräch, das vor 9 Monaten stattgefunden hat. Auch wenn sie es ganz anders gefühlt hat, ging die Zeit doch ganz schön schnell rum. Eben noch zum Vorgespräch im UKE, fährt sie heute wieder hin um am nächsten Tag operiert zu werden. Die Wartezeiten waren für mich das schlimmste an dem ganzen, sagt Alexa. Während Steffi sich einen Kaffee holt, geht Alexa noch einmal auf die Toilette. Zurück in dem kleinen Raum. Betreuerin fragt Alexa, wann sie los muss. „Spätestens um 13.00 Uhr“ antwortet Alexa. Beide schauen zur Uhr, die über der Tür hängt. 12.48 Uhr „Ups“ rufen beide. „Du musst gleich los“, sagt Betreuerin „Stimmt“, hätte ich jetzt beinahe vergessen“. „Das wärs, wenn ich zu spät kommen würde.“ Alexa steht auf, verabschiedet sich von ihrer Betreuerin. Beinahe hätte sie ihre Tasche vergessen. Beide gehen sie zur Tür. „Melde dich nach der OP“, sagt sie zum Abschied. „Na klar, Steffi, mache ich“. Alexa verläßt den Treff und macht sich auf dem Weg zur U-Bahn. Sie hat Glück. Angekommen, fährt gerade eine Bahn rein und sie kann gleich vorne einsteigen. Sie fährt bis Schlump und steigt in die U3 um. Mit der fährt sie bis Kellinghusenstrasse. Bepackt mit ihren Taschen geht sie zur Bushaltestelle. Wieder Glück. In ein paar Minuten kommt der nächste Bus. Alexa steigt ein und bleibt dicht an der Tür. Sind nur ein paar Stationen und schon verläßt sie den Bus wieder. Direkt vorm Eingang des UKE. Ein paar Minuten später und sie steht an der Anmeldung. Sie bekommt ne Flasche Wasser in die Hand gedrückt. „Wenn sie leer ist und sie noch nicht müssen, bekommen sie eine neue. Sagen sie bitte bescheid, wenn sie müssen.“ „Ok“ antwortet sie und setzt sich auf den nächsten freien Stuhl. Die Taschen stellt sie neben sich hin und fängt an zu trinken. Zum Glück hatte sie ja schon im Sozialtreff etwas getrunken. Dadurch muss sie prompt zur Toilette. Sie geht zur Arzthelferin, bekommt eine Flasche und geht damit zur Toilette. Die volle Flasche gibt sie zurück und darf nach oben in den 3. Stock, wo sich ihr Zimmer für die nächsten Tage befindet. Auf der Station wird sie schon erwartet. Sie bekommt ihr Zimmer gezeigt, stellt ihre Taschen erstmal hin. Die Stationsschwester geht mit ihr anschließend über die Flure zu einem Raum, in dem sie gewogen wird. Zurück im Zimmer setzt sich Alexa erstmal auf das Bett. Die Tür geht wieder auf und die Schwester stellt ihr eine große Kanne mit einer Flüssigkeit hin. „Bitte austrinken“.“Sieht das eklig aus“, denkt Alexa. Schmeckt auch so. Am liebsten würde sie den Rest ins nächste Klo schütten. Alexa fängt an zu trinken, will es so schnell wie möglich hinter sich bringen . Während dessen packt sie ihre Tasche aus, räumt die Kleidung in die Schränke. Toilettenartikel bringt sie ins Bad. Auch Handtücher. Dabei sieht sie, das dort bereits Handtücher hängen. Wunderbar, denkt sie, dann kann ich die erst mal benutzen, anstatt meine eigenen. Die leere Tasche verstaut sie oben im Schrank. Um 17.00 Uhr wird Abendbrot auf die Zimmer gebracht. Nur Alexa bekommt nichts. Sie darf erst nach der OP wieder etwas essen. Sie darf nüchtern bleiben. Alexa greift zum Handy und schreibt Chrissi eine Nachricht, das sie im Krankenhaus auf ihrem Zimmer ist und diese eklige Flüssigkeit trinken darf. Bald kommt Antwort. „Viel Spaß beim Austrinken. Alles Gute für morgen“. „Vielen Dank, wird schon schiefgehen“ schreibt Alexa zurück. Sie legt sich aufs Bett, verschränkt die Arme hinter ihrem Kopf.


Ihre Gedanken kreisen zurück. Vor einem Jahr war an die OP noch gar nicht zu denken. Sie hat gerade ihr erstes Gespräch bei der Gutachterin hinter sich, um ihren Vornamen ändern zu lassen. Wartet auf den 2. Termin. Der soll im September stattfinden. Das Gespräch hat fast 2 Stunden gedauert. Die Gutachterin hat viel gefragt, sie hat viel geredet. Am Schluss hat sie Alexa gesagt, das es eindeutig ist. Alexa hat sich sehr darüber gefreut. Bis zum 2. Gutachergespräch schreibt sie ihre Krankenkasse an. Sie möchte wissen, was sie alles für ihren Antrag auf die GaOp benötigt. Die Krankenkasse schreibt sie, das sie unter anderem ein Vorgespräch mit dem Op Arzt oder Ärztin benötigt. Die nächsten Wochen beschäftigt sie sich mit den benötigten Unterlagen. Sie informiert sich, wer in Hamburg solche Ops anbietet. Die beste Adresse scheint das Universitätsklinikum zu sein. Sie sucht im Internet Adresse und Telefonnummer heraus und ruft am nächsten Tag an. Einen Termin erhält sie im September. Kurz überlegt sie Gutachtergespräch und das Vorgespräch am selben Tag zu machen. Aber sie verwirft das gleich wieder, da sie nicht weiß, wie lange die Gespräche dauern. Könnte sonst Terminprobleme geben.

Während ihre Gedanken zurückschweifen, kommt die Abendschicht rein, fragt ob alles in Ordnung ist und teilt ihr mit, das sie morgen ca 7 Uhr abgeholt wird. Ob sie schlafen kann? Sie zieht sich um, geht ins Bad um sich zu waschen und die Zähne zu putzen. Anschließend holt sie ihr Nachthemd aus dem Schrank. Macht das Licht aus und schlüpft unter die Bettdecke. Ob morgen alles gut geht? Mit dieser Frage schläft sie ein. Das die Nachtschwester reinschaut bekommt sie nicht mit.




Mittwoch, 13. Mai 2026

Realitäten

Du traust dich nicht raus

Bleibst sitzen in deinem Haus 

Magst dich nicht nach draußen setzen

Willst nicht das andere dich verletzen 


Ich geh mich täglich bewegen 

Auch oft im Regen 

Sitze gerne in der sonne

Geniesse es mit Wonne 


Du magst nicht das richtige tragen

Es schlägt dir auf den Magen

Hast Angst täglich mit der Bahn zu fahren

Und das seit Jahren 


Ich trage gerne was ich will

Das meiste ist gar nicht schrill

Bin gerne unterwegs 

Freu mich wie n keks

Samstag, 21. März 2026

Nur ein Traum?

 

Nur ein Traum?



Hatte ich nur geträumt? War es Wirklichkeit oder doch nur ein Traum?


Ich war noch ein Jugendlicher oder junger Erwachsener. Auf jeden Fall lange her.


Ich versuche sie jetzt aufzuschreiben. Sie hat etwas mit meiner Geschichte zu tun. Mit meinem richtigen „Ich“ bzw. „Körper und Seele“.



Wie es immer so ist, man geht ins Bett, früh oder spät und schläft irgendwann ein. Plötzlich geht ein Film los...


Eines morgens wache ich auf und merke ich bin anscheinend nicht alleine... Irgend etwas ist da. Aber was?

Langsam und vorsichtig steige ich aus dem Bett. Verlasse mein Schlafzimmer und gehe durch die Wohnung. Niemand zu sehen aber das Gefühl nicht alleine zu sein, das bleibt. Merkwürdig sage ich zu mir und suche weiter. Plötzlich in meinem Wohnzimmer. Irgendwas oder Irgendwer ist da. Da sehe ich eine Gestalt, die immer sichtbarer wird. Wer ist das? „Wer sind sie“, frage ich sie jetzt ganz laut.


Ich bin hier, um Dir einen Wunsch zu erfüllen!!“


Mir?“ „Ja, Dir“. Hm, ich wüsste da so einiges, geht es mir durch den Kopf.


Das meine ich alles nicht“


Oh, sie liest meine Gedanken.


Wovon sprechen Sie“, frage ich direkt?


Von Deinem geheimsten Wunsch!! Von Deinen Fragen, wer Du bist. Von Deinen Ängsten.“


Woher? Woher weiß sie das?


Ich weiß viel, spricht sie, Du wirst gleich wieder in Deinem Bett liegen und schlafen. Und wenn Du aufwachst, wird sich Dein Wunsch für 24 Stunden erfüllen. Nutze die Zeit gut, denn danach ist es wieder vorbei.


Für immer?“


Das liegt ganz an dir!!“

Puh, wovon redet Sie bloß?“




Ich liege im Bett und wache gerade auf. Komischer Traum denke ich. Eine Frau stand im Raum erzählte was von Wunsch erfüllen. Als ich aufstand und mich im Spiegel erblickte, erschrak ich. Im Spiegel sah ich eine Frau. Wie kann das sein? Ich bin doch ein Mann! Was geht hier vor? Was passiert mit mir? Moment!! Mir fiel ein, was die geheimnisvolle Frau sagte. Meinen geheimsten Wunsch wollte sie mir erfüllen??? Da kam es wieder aus mir heraus, was ich immer erfolgreich verdrängt hatte. Nicht zu wissen wer ich bin. Ob Mann oder Frau. Ich öffnete meinen Kleiderschrank und fand ihn voller Sachen für Frauen. Wo waren meine, fragte ich mich? Da ich mich ja anziehen musste wollte ich nicht nackt herumlaufen, stöberte ich den Schrank durch und suchte mir ein Kleid heraus, das mir gefiel. Die Frau sagte ja was von 24 Stunden Zeit. Und was dann? Ich wollte versuchen diese Zeit so gut wie möglich zu nutzen. Ich fand auch passende Unterwäsche. Zog mich an und betrachtete mich im Spiegel. Mir gefiel was ich sah. Irgendwie normal, nicht komisch, nicht schrecklich. Ich guckte nach passenden Schuhen, zog sie an und verließ meine Wohnung und ging nach draußen.

Es war warm und die Sonne schien. Ich ging zur U Bahn um in die Stadt zu fahren. Ich setzte mich in die Bahn und schaute mich um. Viele sahen mich aber niemand sagte was oder zeigte irgend einen Schrecken. Wie so lacht keiner? Ich bin verwirrt. In der Stadt angekommen, steige ich aus und verlasse den Bahnhof. Ich schlendere durch die Innenstadt. Überall das gleiche. Keiner macht mich an, als wenn ich schon immer eine Frau bin. Ein schöner Gedanke. Vielleicht ist es so in dieser Welt? Oder wo auch immer ich jetzt dank dieser Frau bin. Ich versuche mich dran zu gewöhnen, das es normal ist. Ich betrete ein Geschäft, nur mit Damenbekleidung. Schaue mich um. Auch hier, als sei es völlig normal, das ich reinkomme. Ich traue mich aber (noch) nicht, etwas anzuprobieren. Ich verlasse das Geschäft und gehe weiter. Da hinten ist ein großes Kaufhaus. Ich betrete es und fahre in Abteilung mit Damenbekleidung. Ganz schön groß das Stockwerk. Und was für eine Auswahl. Oh man! Ich kann mich gar nicht entscheiden wo ich zu erst lang gehen soll. Ich finde einige Kleider, die mir gefallen, ich nehme sie und gehe zur Umkleidekabine. Vorher einmal ein und ausatmen und los. Ich ziehe mich aus und probiere die Kleider an. Sie passen mir. Ich betrachte mich im Spiegel. Mir gefällt was ich sehe. Ich beschließe die Kleider zu kaufen. Ich ziehe sie aus und mich wieder an. Ich gehe zur Kasse und bezahle. Langsam bekomme ich Hunger. Ich verlasse das Kaufhaus und gehe die Straßen weiter hoch.

Ich sehe ein Restaurant, betrete es und suche mir einen guten Platz. Versuche mich zu entspannen. Ich lese die Speisekarte und suche mir etwas schönes aus. Jemand kommt und nimmt meine Bestellung auf. Ich atme erstmal tief durch. Mein Essen kommt zügig. Ich werde mit der Zeit ruhiger. Und lächle auch ein wenig. Die Bedienung war nett zu mir. Ich esse in Ruhe auf und geniesse den Moment. Ich könnte mich dran gewöhnen. Ich rufe die Bedienung um zu bezahlen und verlasse das Restaurant wieder. Ich schlendere weiter durch die Straßen, komme an einen See und setze mich auf eine Bank. Ich schaue zur Uhr und mir kommt in den Sinn das es nach 24 Stunden vorbei sei. Nur was vorbei?, frage ich mich. Und was fange ich jetzt an?, frage ich mich. Ich spaziere den See entlang. Ich bemerke die Blicke einiger Männer. Was mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Aber es verunsichert mich irgendwie auch wieder. Ich gehe zur nächsten Bahn und fahre nach Hause. Irgendwas.... irgendwas is anders, nich richtig?.. ich bin ratlos.. Mir fällt nichts ein. Mein Blick fällt auf die Uhr. 17.00 Uhr. Läuft mir die Zeit davon? Was passiert ,wenn sie abgelaufen ist? Was mache ich jetzt nur? Was fange ich mit der Zeit an? Ich verlasse meine Wohnung wieder. Fahre erstmal wieder mit der Bahn. Zum Hauptbahnhof. Esse und trinke dort etwas. Setze mich hin und beobachte die Menschen besonders die Frauen schaue ich mir an. Ich fühle Unruhe in mir aufkommen. Gehe ziellos hin und her. Die Unruhe will einfach nicht weichen. Ich beschließe ins Kino zu gehen. Aber das hilft mir auch nicht. Ich kann mich nicht auf den Film konzentrieren und ca. nach einer Stunde verlasse ich das Kino wieder. Es ist jetzt 20.00 Uhr. Nach Hause schlafen? Oder durch machen bis morgen früh? Ich weiß es nicht. Ich gehe was trinken. Ein Glas und noch eins. Bevor ich zu viel trinke mache ich mich auf dem Heimweg und bin gegen 22.00 Uhr zu Hause. Müde falle ich ins Bett.


Der Radiowecker geht an. Ich schrecke auf und falle wieder zurück. Immer noch müde stehe ich auf. Im Spiegel sehe ich mich. Einen jungen Mann. Oh man, was hab ich da bloß geträumt? Ich war eine Frau oder? Nee zu erst war eine Frau in meiner Wohnung und ich ein Mann und dann war ich eine Frau. Oh man! Hab ich gestern zu viel getrunken?



ENDE



Nachwort


War es ein Traum? Oder mein Unterbewusstsein? Waren es Zeichen?


Egal was es war, ich hab nicht drauf geachtet und auch nicht drauf gehört. Habe mich weiterhin selbst verleugnet. Bis meine Seele mir Depressionen geschickt hat. Die wohl immer schwerer geworden wären, hätte ich immer noch nicht gehört. So sehe ich das heute. Nach 4 Jahren Weg meiner Transition. Vom Mann zur Frau. Von xxx zu Alexandra. Es war nicht leicht, es war ein langer steiniger Weg. Aber er hat sich gelohnt.


Wer hat das Bild geklaut?

 

Pia und ich sitzen im Büro, langweilen uns, nichts los in der letzten Zeit. Plötzlich klingelt das Telefon. Ich bin schneller als Pia und greife zum Hörer. Oh, sag ich, tatsächlich?? Kunsthalle?? Ok, wir kommen!!! Ich lege auf, gleichzeitig springe ich auf, nehme meine Jacke, rufe Pia zu, beeil dich aber Pia war schon auf dem Weg nach draußen. Wir beeilten uns zu unserem Wagen zu kommen. Als wir im Wagen sassen, uns anschnallten und ich den Motor startete, fragte Pia: „Hat jemand den ollen Rembrandt umgebracht?“ Ich: „Du Kunstbanausin, der is doch schon lange tot. Immerhin weißt du aber was für eine Ausstellung gerade zu sehen ist. Solltest Du dir ruhig mal anschauen. Niemand wurde umgebracht . Ein Bild wurde geklaut“. „Wie? Ein Bild????“ Pia war erstaunt, schließlich sind wir ja für Mord zuständig, nicht für Einbrüche. Anscheinend waren wir die einzigen, die gerade nichts zu tun haben, erwidere ich Pia. Nach kurzer Zeit sind wir am Hauptbahnhof und an der Kunsthalle. Ich lasse es mir nicht nehmen und fahre auf dem Bürgersteig direkt vor den Eingang. Überall ist bereits Polizei. Strassen sind abgesperrt. Vor dem Eingang werden wir schon erwartet. Sie stellt sich als Frau Offenbach, Kuratorin des Museums vor. Wir gehen zum Ort des Verbrechens. Und stehen vor einer Wand, wo offensichtlich mal etwas hing. Jetzt ist da nur noch ein großer leerer Fleck.



Und was hing da, fragte Pia. „Der Wanderer im Nebel“, erklärte uns Frau Offenbach. Von Caspar David Friedrich, ergänzte ich. „Wie konnte das passieren“, Frau Offenbach?



Es ist 6.30 Uhr ertönt es laut aus meinem Radiowecker. Sie hören die Nachrichten!!!!


Oh Frau, dann habe ich das wohl geträumt!!!! Kunstdiebstahl in der Kunsthalle


Mord im Sozialtreff

 

Mord im Sozialtreff in der Diagonalstraße?


Montag Morgen. Am Frühstückstisch sitzen 15 Personen. Am Kopf des Tisches, vorn über gebeugt, mit dem Gesicht auf seinem Teller, ein Mann.

Alles schreit, alle springen auf. Jemand ruft einen Arzt und die Polizei. 20 Minuten später kommen ich und meine Kollegin an. Der Arzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Ich sehe ihn mir an. “oh“ ruf ich laut. “Du kennst ihn?“ fragt mich meine Kollegin. “Ja und deshalb sollten wir wieder gehen.“ Den Arzt bitte ich die Leiche in die Gerichtsmedizin bringen zu lassen.

Was ist los, mit dir, du wirst ganz blass.“ “zu viele Erinnerungen, Pia. Wenn es ein Fall für uns ist, sollen das andere übernehmen.“ Ob Steffi noch da ist? Denke ich leise. Anwesend ist sie nicht. Erinnerungen kommen hoch. Ich geh zum Wagen und setze mich rein, warte auf meine Kollegin. Sie notiert von jedem Name und Adresse. Dann kommt auch sie und wir fahren wieder.


Eines Montags in der Frühstücksgruppe:

Alle Plätze besetzt. Alles tuschelt, manche laut, manche leise. Es geht um einen Vorfall, der vor einigen Wochen passiert ist. Ein Klient ist während des Frühstücks gestorben. Viele waren nicht dabei und wollen unbedingt wissen was passiert ist. Einige wissen natürlich, es war Mord und wer der Mörder war. Als wenn sie dabei gewesen wären, was sie ja angeblich nicht waren an diesem Tag. Eine Klientin, die an diesem Tag anwesend war, erzählt den anderen was passiert ist. Mord oder kein Mord. Sie können sich nicht einigen. Trotz Regen, die Raucher gehen raus, kommen wieder rein. Es wird nicht leiser. Plötzlich kommen 2 Frauen rein. Stellen sich vor und verschwinden nach Hinten ins Büro mit einer der Betreuer, die vor Ort sind. Wieder wird getuschelt. Polizei? Was hat das zu bedeuten? Doch Mord? Einer am Tisch, sagt laut, die eine kommt mir bekannt vor. Hab die schon mal gesehen. Andere stimmen ihm zu. Sie auch. Eine klärt auf. Die war hier mal Klientin, wie wir alle jetzt. Der Betreuer kommt wieder rein, sagt aber nix. Auch als die Klienten ihn mit Fragen bestürmen, sagt er nur, das er nix sagen darf. Auch die beiden Frauen werden an diesem Tage nicht mehr gesehen. Bald 12 Uhr, dann endet normalerweise das Frühstück aber keiner steht auf und geht nach Hause. Sie reden weiter, laut und durcheinander.


Selbst schuld

Charlie saß wie jeden Morgen in ihrem Café auf ihrem Stammplatz, einem bequemen Stuhl und schlürfte ihre Lieblings Schokolade "weiß". Sie sass so, das sie einen guten Überblick über den ganzen Raum hatte

Endlich war sie Rentnerin und musste sich die ganzen Anordnungen von Vorgesetzten nicht mehr antun, auch das falsche Ansprechen von Kolleginnen war vorbei. Endgültig. Das war ein gewaltiger Gewinn für ihr Leben. Sie genoss es jeden Tag in ihrem Stamm Café zu sitzen. Es ging ihr mit der Zeit auf die Nerven, machte sie krank, nichts und niemand hatte ihr geholfen, das die Kolleginnen aufhören. 

An diesem Morgen betraten vier junge Schnösel das Cafe. Sie waren angeheitert und verlangten Kaffee. Lautstark! Scheiß Laden rief der eine. Dann wandten sie sich Charlie zu, die wie immer ein Kleid anhatte und mit überschlagenem Bein da saß. "Na Alter, haste Dich im Schrank vergriffen?" Alle vier johlten und lachten. Charlie versuchte sich nicht provozieren zu lassen, doch ein anderer griff sich ihre Handtasche und wühlte drin rum. Sie war schnell genug und entriss ihm die Tasche wieder.  

"Oho, du alte Schwuchtel, du lebst ja noch, dachte du wärst ne Mumie. Charlie kochte und wollte früher gehen als sonst. "Respektloses Gesindel" entfuhr es ihr. Der dritte im Bunde wollte ihr ihren Schal entreißen. Sie drehte sich um und gab ihm eine schallende Backpfeife. Der vierte kippte ihr seinen Becher Kaffee ins Gesicht.  "Selbst schuld, du blöde Schwuchtel". Charlie war auf hundertachtzig. In ihrer Wut nahm sie den schweren Aschenbecher, der immer auf dem Tisch stand in die Hand und schlug diesem Schnösel damit gegen die Stirn. Worauf der sofort auf den Boden fiel. Blut fiel aus seiner Stirn auf den Boden.

Es dauerte ein paar Sekunden, bis Charlie realisierte, was sie getan hatte. dann rief sie die Bedienung, die völlig schockiert war zu, sie solle die 110 anrufen.


P.S. Diese Geschichte ist frei erfunden. Ich habe mich von einer Geschichte, die ich heute gelesen habe, inspirieren lassen. 




Dienstag, 24. Februar 2026

Marilyn Monroe und Ich

Textfund    CN SUIZID 


Ich habe diesen Text vor Jahren geschrieben und gestern wieder gefunden.  Heute in der Literaturgruppe vorgelesen. Der Text löste eine Diskussion aus.


Bin ich wie sie?
Wie Marylin Monroe?

Sie war eine kunstfigur   und ich ?

Sie litt unter Depressionen   wie ich

Sie war ihr ganzes Leben auf der Suche wer sie wirklich ist      wie ich ! 

Ich habe 50 Jahre lang falsch leben müssen
Nicht zeigen dürfen wer und wie ich bin

Und heute?
Bin ich auf der Suche danach     wie sie 

Sie hat irgendwann aufgegeben zu suchen 
Ihr Leben aufgegeben

Der Tag vor ihrer Operation

Alexa wird operiert Der Tag vor der Operation Angst? Alexa und und ihre Betreuerin sitzen in einem kleinen Raum im Sozialtreff. Nac...