Mittwoch, 28. Oktober 2026

Poetry slam

Hallo!!!!


Wussten sie schon????

In Zukunft bestimmt man das Geschlecht des Kindes erst, wenn man in das Gehirn des Neugeborenen geschaut hat.

Egal wie es aussieht, was drinne ist entscheidet.

Mädchen oder Junge oder oder oder  wenn Zweifel bestehen über das Geschlecht, wird nichts entschieden, das Kind darf dann selber entscheiden ob es Junge oder Mädchen ist. In der Geburtsurkunde wird das dann so notiert:

Kind entscheidet selber was es ist!!!!

Jetzt wissen sie Bescheid!!!!!


Is kein schönes Gefühl, irgendwann zu merken, das irgendwas mit einem nicht stimmt. Nicht wissen was los ist.



Wussten sie schon, das es zigtausende gibt, die so sind wie ich?

Die einen wissen es gleich, die anderen brauchen länger um es zu merken,
das mit ihnen irgendwas nicht stimmt.

Zu diesen gehöre ich auch. Ärgert mich des öfteren aber dann auch wieder nicht, wenn ich lese, wie es anderen in der Schule ergeht. Da bin ich dann immer ganz froh.

Vor 30 Jahren war aber auch eine ganz andere Zeit. Da wäre ich nicht so locker flockig durchgegangen bis zum Ende. Eher hätten sie mich weggesperrt und den Schlüssel weggeworfen

Aber egal wann, jeder macht seine Erfahrungen, wie im guten und im schlechten.


Haben sie das gewusst?

Wenn man anfängt, muss man einen sogenannten Alltagstest machen aber erst, wenn sie einen guten Therapeuten gefunden haben, der einen begleitet. Und den finden sie mal, von der Wartzeit mal ganz zu schweigen.

Und wenn sie in der Nähe einer Schule wohnen, wie ich, kann man das ganze schon mal vergessen, das wird dann die Hölle, wenn einem jeden Morgen gefühlt Hunderte von Schülern entgegenkommen. Da ist das Gelache erst mal groß. Und wer das nicht aushält, kommt nicht weit mit dem Test.

Oder, der eine wohnte neben seiner Arbeitsstelle, war auch nicht lustig, am Anfang immer aufpassen, das einen niemand sieht von den Kollegen. Nich schön.


Alltagstest heißt das man im selbst gewählten Geschlecht lebt und nicht mehr im falschen. Um so herauszufinden was is man nun? Junge oder Mädchen? Mädchen oder Junge? Oder doch nich? Gibt es auch.
Hat man das überstanden, nach einem jahr oder länger, bei mir waren 1,5 Jahre, da meine Therapeutin krank wurde, geht es weiter. Man sucht sich einen Endokrinologen, der verschreibt einem die Hormone, die man benötigt. Östrogene und einen Blocker, der das Testosteron verschwinden lässt.


Wussten sie schon, das viele Trans-Menschen suizid gefährdet sind?

Genau so wie viele Menschen, die an Depressionen erkrankt sind

Und ich gehöre zu beiden Gruppen

Bin ich deshalb doppelt gefährdet?

Das macht das ganze nicht leichter.

Depressionen sind gut behandelbar sagt der eine, die einen werden gesund, die anderen sterben, ein anderer


viele von uns schaffen es nicht, weil sie auf Dauer mit den Diskriminierungen nicht klar kommen und deshalb nur noch diesen einen aber endgültigen Weg wählen.

Wollen will das wohl keiner, ich auch nicht.

Aber die Gesellschaft macht es uns nicht gerade leicht.

Ich hab mir immer gesagt, ich werde nicht zu denjenigen gehören, ich nicht,  ich kämpfe dagegen an.
Dann wurde es Zeit für mich, meinen Vornamen ändern zu lassen. Auf zum Amtsgericht Hamburg. Direkt an den Wallanlagen schön zum Spazieren gehen oder einfach nur da sitzen, runterkommen und geniessen. Aber ich war ja für was anderes da. Zimmer suchen und warten. Antrag ausfüllen und fehlendes besorgen und abgeben, das wars, ein paar Wochen später bekam ich Post von einer Gutachterin, die musste bestätigen, das ich keinen Quatsch mache und es ernst meine. 2 Gutachter braucht man. Der zweite hat etwas länger gebraucht mit dem Termin. Halbes Jahr fast. Ich wäre beinahe durchgedreht. Das lange Warten war nix für mich. Ich wollte doch endlich einen neuen Ausweis. Aber auch der Termin war schlußendlich einfach für mich. 4 Wochen später bekam ich Post vom Amtsgericht.

Hurra!!! Der Beschluß war da!!!

Es konnte los gehen mit dem Papiere ändern.



Als ich dann die Hormone lang genug genommen habe, durfte ich mir ein Krankenhaus suchen, in dem ich mich operieren lassen möchte. War ganz einfach hier in Hamburg. Anrufen, anschreiben und Termin für Vorgespräch stand.

Und dann begann ich alles zusammen zu suchen was ich so brauche für den Antrag bei der Krankenkasse für die GaOp!!! Als ich das endlich alles hatte, gab ich es bei meiner Therapeutin ab. Ich dachte, die schickt dann alles zur Krankenkasse mit ihrem Bericht. Mitnichten, hat sie mir aber auch nix von gesagt, ihre  Sprechstundenhilfe durfte alles in die Akten einsortieren und den Rest weg schmeissen. Also alles wieder von vorne. Und dann selber zur Krankenkasse gebracht. Kurz nach Jahresbeginn kam die Genehmigung von der Krankenkasse. Das Jahr fing gut an. :) Nur dann, wieder warten, einen OP Termin bekam ich ganz schnell aber wieder musste ich lange warten. Wieder ein halbes Jahr.

Dann war es endlich soweit, ich durfte zur Mittagszeit zum Krankenhaus fahren. Der OP Termin war gleich am nächsten Tag ganz früh. Als ich im OP Vorraum lag, spielten die Geräte nicht mit. War lustig, die mussten erst mal funktionsfähige Geräte beschaffen, damit es losgehen konnte. Und im OP Saal haben sie bereits auf mich gewartet. Oh man, war schon lustig das ganze. Und dann kam das Narkosemittel in meinen Körper und ich war plötzlich im Aufwachraum. ??? Wie das ? Wie im Kino wenn die Filmrolle gewechstelt werden musste.

Ich wurde dann auf mein Zimmer gebracht. Später kam die Schwester und brachte mir Essen.  Ich sah sie und kotzte erst mal alles raus, was im Magen noch so rumlag. Hab ja ganz lange nix gegessen.  Also mußte ich gleich aufstehen, damit die sauber machen konnten und die Bettwäsche wechseln.





Ich ma ja jetzt seid 2 Jahren ASP


Mensch!!!! und jetzt erst fällt mir ein, was das ganze  heißt!!!!!!

Alexandra säuft Pernod!!!


Stimmt auffallend!!!!!!!
OH!!!!  Ich glaube meine Zeit is rum, der Regisseur kriegt gerade einen roten Kopf, weil ich so viel schnacke!!!!! Ich muss leider Schluß machen, hat mich gefreut!!!! Bis bald!!! Und Ihnen viel Spass weiterhin!

Marie

Gestern haben sie die Marie erschlagen
heute wurde sie beerdigt
und heut und heut und heut und heut fängt das wieder an

Vor fast 100 Jahren wurden sie schon mal umgebracht oder weggesperrt oder zwangssterilisiert, damit sie sich nicht vermehren.
Sie waren halt anders, sie waren nicht normal, sie waren nicht wie sie,


Gestern, haben sie die Marie erschlagen
heute haben sie sie beerdigt
und heut und heut und heut und heut fängt das wieder an

100 Jahre danach, ist es bald wieder so weit?
Kommen sie wieder aus ihren Löchern, wollen reine Deutsche und alles in ihren Augen nicht rein isst,  soll wech und alle die in deren Augen nicht deutsch sind gleich mit. Sie sitzen heute wieder überall in den Parlamenten.


Gestern, haben sie die Marie erschlagen
heute haben sie sie beerdigt.
Und heut und heut und heut und heut fängt das wieder an

Gelacht haben sie über Marie, gespottet habens, die Verblendeteten
Geschlagen wurde sie von ihnen

100 Jahre vergehen ohne das sich Menschen ändern
all diejenigen, die so tolerant gegenüber anderen sind, behaupten sie jedenfalls mit voller Inbrust
Im Fernsehen johlen sie über solche wie Mariae, nur wehe sie läuft plötzlich auf ihren Strassen herum, da herrscht Panik, was will die hier, die gehört hier nicht hin, die gehört doch eingesperrt


Gestern, haben sie die Marie erschlagen
heute haben sie sie beerdigt.
Und heut und heut und heut und heut fängt das wieder an

Die Gesetze sind noch so wie vor 100 Jahren. Unsere Politiker sind so was von schwerfällig in solchen Dingen. Sie haben nix davon sind unwichtig also muss man da nichts machen.


Gestern, haben sie die Marie erschlagen
heute haben sie sie beerdigt.
Und heut und heut und heut und heut fängt das wieder an

Auf Toilette gehen in der Öffentlichkeit kann zum Martyrium werden. Wenn Männer und Frauen Schreikrämpfe kriegen. Duschen nach dem Sport?? Unmöglich!!


Gestern, haben sie die Marie erschlagen
heute haben sie sie beerdigt.
Und heut und heut und heut und heut fängt das wieder an

Die Leute ignorieren, das es uns gibt, verleugnen uns es darf nur Mann und Frau geben...

Alexa

Ob Junge oder Mädchen
Ob Mädchen oder Junge
Das weiß nur ich

Ob im richtigen oder falschen Körper
Das weiß nur ich


Alexander oder Alexandra
Manuela oder Manuel
Martina oder Martin

Das wissen nur wir selber
Ob in jungen oder späten Jahren
Nich unsere Eltern, Ärzte und Psychologen


Aber genau die, sagen, das es nicht stimmt was wir sagen, das wir uns irren


Alexander oder Alexandra
Manuela oder Manuel
Martina oder Martin

Das wissen nur wir selber
Ob in jungen oder späten Jahren


Die Psychologen sagen, das wir erst mal einen Alltagstest machen sollen.

Obwohl wir längst wissen was Sache ist
Das muss so sein, sagen sie


Alexander oder Alexandra
Manuela oder Manuel
Martina oder Martin

Das wissen nur wir selber
Ob in jungen oder späten Jahren


Alexander oder Alexandra
Manuela oder Manuel
Martina oder Martin

Das wissen nur wir selber
Ob in jungen oder späten Jahren


Dann kommen Ärzte, sie dürfen aber erst in ein paar Monaten hormone nehmen


Alexander oder Alexandra
Manuela oder Manuel
Martina oder Martin

Das wissen nur wir selber
Ob in jungen oder späten Jahren


Auch die Behörden haben ihre Gesetze.
Erst wenn sie alles haben, dürfen sie einen Antrag stellen um ihren Namen zu ändern. Aber erst, wenn zwei Gutachter ihr ok geben


Alexander oder Alexandra
Manuela oder Manuel
Martina oder Martin

Das wissen nur wir selber
Ob in jungen oder späten Jahren
Nich unsere Eltern, Ärzte und Psychologen oder Behörden


Wenn ich  das alles durch habe, muss mein Psychologe ok sagen, damit ich einen Antrag stellen kann durch eine Operation meinen Körper anzugleichen

Und dann entscheidet die Krankenkasse ob ja oder nein


Alexander oder Alexandra
Manuela oder Manuel
Martina oder Martin

Das wissen nur wir selber
Ob in jungen oder späten Jahren
Nich unsere Eltern, Ärzte und Psychologen, Behörden und Krankenkassen


Nach vier Jahren liege ich dann endlich im Krankenhaus auf dem op tisch


Damit zusammen findet, was zusammen gehört

Montag, 26. Oktober 2026

Eine Lesung mit Alex Beer im Kunstsaal Lüneburg

Passend zur Lesung mit Alex Beer, habe ich aus meinem Ausflug eine Geschichte gemacht, die jetzt ein Teil meines Romans über mein Leben ist. Charlie ist mein Alter Ego.


Sonntag

Sie hat schon ihre Hausaufgabe gemacht, geduscht und ist spazieren gegangen. Anschließend gab es Frühstück. Heute Nachmittag geht es nach Lüneburg. Ihre dritte Lesung in Lüneburg und die dritte mit Alex Beer. Sie freut sich so darauf, sie wieder zu sehen. Hat schon alles vorbereitet, könnte sofort losgehen. Etwas unruhig ist sie. Geht alles gut? Passiert ihr nix?
Sie fragt sich, ob sie diese Unruhe, wenn sie Hamburg verlässt, jemals los wird. Am Nachmittag ist sie eine 2. Runde gegangen. 8000 Schritte bisher. Den Nachmittag verbringt sie mit lesen. Ein Buch zu Ende und 2 Kurzgeschichten. Um viertel vor 5 hieß es  Alex ich komme !!!!
2 Bücher zum signieren hat sie dabei. Mit der U Bahn zum Hauptbahnhof. Als sie das Gleis erreicht, fährt auch schon der Zug ein und sie kann gleich einsteigen, findet einen 4er Platz. Während der Fahrt liest sie das nächste eBook. 40 Minuten später hält der Zug in Lüneburg. Charlie steigt aus, hat nix vergessen und verlässt den Bahnhof. Mit schnellen Schritten geht es zum Kunstsaal. Den Weg kennt sie noch obwohl sie ihn erst einmal gegangen ist und das am Tage. Um halb 7 kommt sie an, wundert sich, Parkplatz leer. Im Saal sieht sie 2 Männer sitzen. Die Türen sind auf. Die beiden Männer lassen sie rein und begrüßen sie. Sie sucht sich einen Platz in der ersten Reihe aus und geht erstmal auf die Toilette. Nach und nach kommen Menschen von der Buchhandlung und ab 19.00 die Besucher. Alex Beer kommt auch früher, sieht und begrüßt sie
Charlie, du hier in Lüneburg? Das freut mich.
Sie wechseln ein paar Worte, dann muss sie weiter. Soundcheck.
Soweit sie es sehen kann, sind alle Plätze besetzt. Der Mann am Getränke 
Stand erzählt ihr, das es 200 Plätze sind.  Wow! Denkt sie.  Neben ihr sitzt eine Frau von der Presse. Sie trägt einen grünen Schal, auf dem ein Bücherregal als Motiv drauf is. Dezent neidisch is Charlie.
Pünktlich geht es in 20.00 Uhr los. Vorstellung der Autorin, die uns eine Einführung ins alte Wien und ihrer Geschichte erzählt. Hauptperson ist Wien der 20iger Jahre. Darein hat sie die passenden Figuren gebaut. Ursprünglich sollte es ein einzelner Roman werden. Tja, die Leser wollten mehr. Diese Tage ist der 7. Roman erschienen und heißt  "Das dritte Grab". Dazu erzählt sie das es nicht einfach ist neue Titel zu finden, denn es gibt einen Titelschutz. Bei über 10.000 Büchern im Jahr keine leichte Aufgabe. Sie liest Passagen aus dem Buch vor, erzählt aber auch immer wieder über die Figuren und die Orte wo sie sich gerade befinden. Dann ist Pause in der Alex Beer signiert. Charlie lässt sich das nicht entgehen. Dabei plaudern beide kurz. Sie schaut sich die Bücher am Bücherstand an, schaut in "Der Zweite Reiter" rein, das erste Buch mit August  Emmerich und sieht, das es sich um die 16. Auflage handelt. Wahnsinn denkt sie und erzählt es Alex Beer gleich. Nach 20 Minuten geht es weiter mit vorlesen. Viertel vor 10 ist die Lesung zu Ende. Alex Beer signiert weiter ihre Bücher. Charlie verabschiedet sich von ihr, wünscht ihr alles gute und macht sich auf dem Heimweg. Mit schnellen Schritten zurück zum Bahnhof. Auf der Anzeige kein direkter Zug nach Hamburg Hauptbahnhof. Ohjee   Die halten in Harburg nicht am Hauptbahnhof. Der nächste kommt in 30 Minuten. Sie setzt sich auf eine Bank und liest im eBook weiter. Der Zug kommt ein paar Minuten früher, fährt dafür mit 10 Minuten Verspätung los. In Harburg also Aussteigen und zur S Bahn. Glück gehabt, die Bahn ist bereits da. Und auch mit den u Bahnen hat sie Glück. Kurz nach Mitternacht ist sie wieder zuhause. 2,20 Stunden später. 16.000 Schritte insgesamt am Sonntag.
Bis sie in ihr Bett fällt, dauert es aber noch.

Montag, 14. September 2026

CSD

 

Heute ist in Hamburg der jährliche CSD – Der Abschluß der Pride Week. Vor 50 Jahren fand er das erste Mal statt. In New York. Das Motto dieses Jahr ist Pink.



Nachdem ich meine Einkäufe erledigt habe, entschließe ich mich hinzufahren um mir den Umzug anzuschauen.



Ich ziehe ein pinkes Kleid an, nehme meine Tasche und gehe los. Ab zur U-Bahn und steige Hauptbahnhof Nord wieder aus. Ich verlasse den Bahnhof und schließe mich der Menschenmenge an, die zum CSD geht. Es ist voll und schon laut. Ich gehe die Lange Reihe hoch. Eine bunte Mischung steht und läuft rum. Alt und jung, Mann und Frau. Viele haben Becher mit Getränken oder gleich die Flasche in der Hand. Ganz hinten sieht man schon die ersten Wagen kommen. Ich bleibe stehen, wo ich gerade bin und stelle mich an den Rand. Als der erste Wagen an mir vorbeizieht, wird es laut. Aus den Boxen schallt Musik und junge Menschen tanzen auf dem Wagen. Der nächste folgt, dazwischen Menschen, die im Zug zwischen den Wagen mitgehen. Wagen auf Wagen folgt. Ich schaue in die Menge und gucke mir die Mädels an. Sind schon hübsche dabei. Aber leider zu jung für mich. Die nächsten Wagen, die nächste Musik. Es fliegt immer wieder etwas von den Wagen, z.b. Gummibärchen, Kondome. Mitgehende verteilen Aufkleber. Es macht Spaß zuzugucken und mit zu tanzen. Parteien machen mit. Rewe und u.a. der Otto Versand. Sogar das Arbeitsamt ist dabei. Ein paar HSV Fans gehen auch mit. Plötzlich steht eine Frau vor mir, sagt Hallo und zieht mich in die Menge mit rein. Ich habe keine Wahl, gehe mit und mit ihr und anderen im Zug. Sie läßt mich nicht los, also gehen wir erst mal Hand in Hand. Ich schaue sie mir von der Seite an. Hübsch auf jeden Fall, denke ich mir. Lange blonde Haare und einen kurzen Rock. Wir stellen uns vor. Sie heißt Saskia. Schöner Name. Da es so laut ist durch die Musik, verstehe ich sie kaum. Unsere Hände bleiben zusammen. Ab und zu bleiben die Wagen für ein paar Minuten stehen. Sie sieht auf jeden Fall sympathisch aus. Irgendwie macht das Mitgehen auch Spaß. Wir lächeln uns zu. Ich hole meine Flasche Cola aus der Tasche und wir trinken beide daraus. Nach einem Stillstand geht es jetzt weiter. Wir sind jetzt an der Rückseite des Biberhauses. Wir verlassen den Zug und gehen zur Binnenalster, wo rundum viele Stände sind. Und es ist etwas leiser. Gott sei dank. Oh! Wir gehen ja immer noch Hand in Hand. Was mache ich da? Was passiert mir gerade? An einem Stand holen wir uns was zu Essen und setzen uns ans Wasser. Zum Glück ist am Jungfernstieg gerade was frei geworden. Dabei reden wir, über uns, warum wir hier sind. Wir sind beide Single. Sie ist Anfang 40. Wohnt in der Nähe der U-Bahnhaltestelle Burgstraße. Sie wohnt nicht allzu weit weg von mir. Wir reden über Gott und die Welt. Gehen noch eine Runde um die Binnenalster. Das Wetter ist einfach zu schön. An der Brücke ist eine Bank frei, die wir sofort in Beschlag nehmen. Wir teilen uns den Rest aus meiner Cola-Flasche. Und reden weiter. Über unsere Interessen. Gucken ob Gemeinsamkeiten bestehen. Was durchaus der Fall ist. Da sie bisher nur Bücher liest, zeige ich ihr meinen Tolino. Erkläre ihr die Vorteile des digitalen Lesens. Wir genießen die Sonne und das Wasser der Alster. Anscheinend können wir auch zusammen schweigen ohne das jemand die andere drängt etwas zu sagen. Schön. Es ist spät geworden. Wir gehen zum Hauptbahnhof und steigen in die U-Bahn. Burgstraße steige ich mit aus und wir verabschieden uns herzlich. Aber nicht ohne unsere Handynummern auszutauschen. Dann nehme ich die nächste Bahn nach Hause. Zuhause ziehe ich mich erst mal aus und steige unter die Dusche. Ich mache mir anschließend was zu essen und hole mir eine Cola aus dem Kühlschrank. Radio und Musik an. Es war ein schöner Tag. Gut, das ich zum CSD gegangen bin, denke ich. Ich lege mich glücklich ins Bett.





Sonntagmorgen. Ich wache ausgeschlafen aus. Stehe auf, mache das Radio an und lege mich wieder ins Bett. Schlaf auch noch mal eine Stunde. Ich stehe auf und stelle mich nochmal unter die Dusche. Was fange ich mit dem Rest des Tages an? Erst mal gehe ich zum Bäcker, Brötchen holen und frühstücke in Ruhe. Habe inzwischen eine Nachricht von Saskia bekommen. Sie bedankt sich bei mir für die wundervolle Zeit, die wir miteinander verbracht haben. Sie möchte mich auf jeden Fall wiedersehen. Ich freue mich sehr darüber und schreibe ihr, das ich sie auch wiedersehen möchte. Wir schreiben uns, was wir gerade lesen. So vergeht der Sonntag. Die Woche vergeht und wir verabreden uns für das nächste Wochenende.


  1. Kapitel



Ich freue mich auf Samstag. Saskia und ich wollen uns in der Hafencity treffen. Treffpunkt ist die U 4 Haltestelle Kreuzfahrtterminal. Oh Gott, was ziehe ich bloß an?? Noch einmal schlafen, habe also noch etwas Zeit um was passendes zu finden. Kann vor Aufregung nicht einschlafen. Erst nach Mitternacht irgendwann. Wache früh auf, schlafe wieder ein. Die gleiche Frage, wie gestern Abend. Was ziehe ich? Welches Kleid? Erstmal irgend eins und runter zum Bäcker, Brötchen holen. Ich frühstücke in Ruhe. Danach erledige ich meine Einkäufe. Danach ausziehen und ab unter die Dusche. Tja und jetzt? „grins“ jetzt muss mir aber langsam was einfallen, was ich anziehen möchte. Ok, ich hole mein weißes Glückskleid aus dem Schrank und einen weißen Slip. Nur mit Slip bekleidet laufe ich durch die Wohnung. Mache meine Haare, schminke mich ein wenig. Als es Zeit wird, ziehe ich das Kleid an und passende Schuhe. Hole meine Handtasche sowie Handy und Schlüssel und gehe zur U-Bahn. Ich fahre bis Jungfernstieg, steige aus und warte auf die nachfolgende U4. Saskia sehe ich nicht. Ich steige in die Bahn ein und fahre eine Station um dort wieder auszusteigen und zum Ausgang mit der Rolltreppe zu fahren. Ich schau mich um, sehe aber keine Saskia. Typisch Frau denke ich, verspätet sich. Eine Bahn später kommt auch sie mit der Rolltreppe raus. Wir umarmen uns zur Begrüßung. Da das Wetter schön ist und nicht allzu windig, spazieren wir zur Elphi. Zurück an den Marco Polo Terrassen setzen wir uns ans Wasser. Quatschen darüber wie unsere Woche war. Über vergangene Partnerinnen. Beide haben wir da einiges durchgemacht. Dabei hakten wir uns ein. Wir redeten und redeten. Da wir gerade in der Nähe waren, zog ich sie zur Bäckerei Dat Backhus. Dort gibt es meine Lieblingsschokolade sagte ich ihr. Die brauche ich jetzt. Und zwar einen großen Becher. Wir gehen rein und zur Theke. Meine Lieblingsverkäuferin ist auch da. Ich bestelle bei ihr 2 große Becher „Weiße Schokolade“ für uns beide, während sie einen Tisch für uns beide am Fenster fand. Und da man auf einem Bein nicht trinken kann, können wir hinterher noch einen Becher gratis bekommen, erkläre ich und zeige ihr ein entsprechendes Schild. Wir prosten uns zu. Ich erzähle ihr von Lesarion, auf der ich seit kurzem angemeldet bin. Von den Besucherinnen meines Profils, die aus den USA kommen. Fake, sagt auch sie. Da sind wir uns einig. Viele gucken nur aber melden sich nicht. Irgendwie schade. So lernt man keine Leute kennen und bleibt alleine. Da unsere Becher inzwischen leer sind, holt Saskia uns zwei neue. Ich zeige ihr Fotos von meinen Bildern an der Wand und sage, das sie die unbedingt mal anschauen muss. Klar, erwidert sie, unbedingt. Wir entschließen uns noch in die Spitalerstraße zu fahren um der Thalia-Buchhandlung einen Besuch abzustatten. Deshalb trinken wir aus und machen uns auf dem Weg zur Bahn und fahren bis Jungfernstieg. Von dort schlendern wir Arm in Arm eingehakt hin. Es ist Gott sei dank nicht so voll. Erst mal decken wir uns mit der neuesten Ausgabe des Kundenmagazins „Stories“ ein. Ich will erst mal zu den Krimis. Und gehe los. Saskia hinter her. Die neuen Maigrets aus dem Kampa Verlag haben sie immer noch nicht vorrätig, sehe ich mit einem Blick. Schade. Muss man wohl bestellen. Sofort kaufen ist hier leider nicht. Saskia schaut während dessen nach historischen Romanen. Wir finden aber beide nichts, was wir sofort kaufen wollen. Und nun? Fragen wir beide gleichzeitig und lachen los. Wir gehen rüber zur Wandelhalle und setzen uns ins Schweinske, um etwas essen und zu trinken. Die Bedienung kommt sofort. Ich nehme, wie immer ein paniertes Schnitzel mit Pommes. Saskia auch. Während wir auf unser Essen warten, quatschen wir weiter über dieses und jenes. Zuerst kommen unsere Getränke. 2 mal Cola bitte. Von unserem Platz kann man die abfahrenden Züge sehen. Da folgt auch schon unser Essen. Wir lassen es uns schmecken. Ich brauche noch ein zweites Glas Cola. Nach dem Essen bezahlen wir und wandeln noch durch die Wandelhalle. Dann geht es zu unserer U-Bahn. Ich steige Burgstraße mit aus und begleite sie nach Hause. Vor ihrer Haustür umarmen wir und verabschieden uns mit einer dicken Umarmung und einem Kuss auf die Wangen. Minutenlang bleiben wir so stehen. Es fällt mir schwer zu gehen. Aber es muss nun mal sein. Ich gebe ihr einen Kuss auf die Wange und Stirn und gehe zurück zur U-Bahn. Ab nach Hause. Es war ein langer Tag. Erschöpft lasse ich mich in mein Sofa fallen. Ich setze mich unbekleidet auf mein Sofa. Ich schreibe Saskia das ich es super schön fand, das ich ko bin und noch mal unter die Dusche gehe. Das Wasser perlt an meinem Körper runter. Nach dem Duschen lege ich mich ins Bett und schlafe diesmal gleich ein. Sonntag morgen. Wache auf und kuschle mich wieder ein. Und schlafe wieder ein. Mein Handy meldet eine Nachricht. Ein Guten Morgen Gruß von Saskia. Schön. Den Sonntag vertrödele ich wieder, wie so oft. Wir schicken uns Nachrichten über Whats app zu.



  1. Kapitel

Montag, ich wache früh auf. Zu früh, mitten in der Nacht gefühlt. Ich verschicke diverse Guten Morgen Grüße, zum Glück geht der Arbeitstag schnell vorbei. Der Rest des Tages aber auch. Und wieder ist es Nacht. Schlafen? Tue ich schlecht bis gar nicht. Wache gerädert am Dienstag auf.

Alexa - Endlich ist sie da!!°

 

Alexa – Endlich ist sie da!

von Alexandra Boisen





Hallo Alexa,

Du hast Dich lange verstecken müssen. Zu lange. Das tut mir sehr leid. Nun bist Du aber da. Darüber freue ich mich sehr.



Glaube mir, ich hätte Dich gerne früher raus gelassen. Ich konnte es einfach nicht.



Ich bin sehr froh, das ich es endlich geschafft habe, dich nicht mehr zu verstecken.



Seit dem bist Du Deinen Weg gegangen.

Ich bin sehr stolz auf Dich

Auch, das Du bis zum Ende durchgehalten hast, niemals aufgegeben hast. Trotz aller Schwierigkeiten.



Du bist dabei, dir ein eigenes Leben aufzubauen.

Du hast bereits viel in Deinem Leben geändert, in Deinem Zuhause.



Du machst ganz viele Dinge, die Du früher nicht gemacht hast.



Du spielst auch wieder in einer Mannschaft. Mit Ihnen Handball. Vielleicht sogar als erste Transfrau.



Dir musste keiner sagen, was Du tun solltest. Dass hast Du alles von alleine gewusst.



Es war richtig, wie Du Deinen Weg gegangen bist.



Ich bin stolz auf Dich

Ich liebe Dich dafür



Du hast dich Tag für Tag aus Deiner Depression gekämpft. Nimmst keine Tabletten mehr.



Du bist eine Kämpferin



Ich bin so stolz auf Dich



Ich liebe Dich



Deine Alexa

Mittwoch, 9. September 2026

Ein Tag beim WDR

Ein Tag beim WDR


Charlie sitzt mit einem Glas Cola am Schreibtisch. Ihr PC ist an und sie liest ihre Emails. Löscht einige und plötzlich ohhh was is das ?? Der WDR was wollen die von mir?? Nachdem sie alle anderen gelesen und gelöscht hat, liest sie diese unerwartete Mail. Wow !!! Der WDR hat meinen Blog entdeckt und will mich zu Hier und Heute einladen zum Gespräch mit Mona Ameziane, die wie sie weiß einen Bücher podcast macht. Zwei Seiten. Zusammen mit Christine Westermann. Ab und zu hat sie da mal reingehört. Sie muss erstmal einen großen Schluck nehmen. Eine Einladung. Wie toll ist das?? Sie steht auf und läuft laut jubelnd durch ihre Wohnung. Dann setzt sie sich wieder hin. Was antworte ich bloß? Fragt sie sich. Sie war schon drei mal in Köln. Warum also nicht. In 4 Wochen hat sie wieder Urlaub. Wenn dann dann. Und so schreibt sie, das sie sich über die Anfrage sehr freut und schlägt einen Tag in ihrem Urlaub vor. Und drückt auf senden. Weg ist die Mail. Auf dem Weg nach Köln. Prost Charlie sagt sie und nimmt einen Schluck aus dem Glas. 


2 Tage später schaut sie wieder nach ihren Mails und 


Juhuuuu Antwort vom WDR


Ihr Termin Vorschlag passt Charlie. Sie schreibt es in ihren Kalender. Und antwortet auf die Mail, das sie sich freut. In den nächsten Tagen wuselt sie aufgeregt durch ihre Wohnung, überlegt was sie anziehen soll und überlegt über welche Bücher sie sprechen soll. Bei der großen Auswahl ist das nicht so leicht. 


Der große Tag ist da. Früh morgens geht es los. Nach dem Frühstück fährt sie zum Bahnhof. Findet schnell den Bahnsteig. Die Fahrkarte hatte sie einen Tag vorher gekauft. Und der WDR Redaktion mitgeteilt wann sie ankommt. Da sie noch Zeit hat, schaut sie in die Bahnhofs Buchhandlung rein. Bücher heute dreht sich alles um Bücher. Als es soweit ist, geht sie zum Bahnsteig. Im Zug findet sie einen Platz in Fahrtrichtung. Eine Flasche Cola Zero hat sie dabei und ein paar Krimis. Ihren Tolino hat sie auch mit. Also genug zum lesen. Die 5 Stunden fahrt vergehen wie im Flug. Aus dem Fenster schauend ist bereits der Dom zu sehen. Der Zug fährt in den Bahnhof rein. Schnell steigt sie aus, hat sich vorher vergewissert das sie nix vergessen hat. Auf dem Bahnsteig sieht sie einen jungen Mann stehen, erkennbar vom WDR. Sie geht auf ihn zu und stellt sich vor. Gemeinsam geht es zum Sender. Vorbei am Dom. Wie groß der doch ist, sagt sie und wie klein wir im Vergleich. Kurze Zeit später kommen sie an. Im Eingangsbereich wartet schon Mona Ameziane und begrüßt sie herzlich. Nach einem Mittagessen in der Kantine und einem Rundgang durchs Haus landen sie in der Kulturredaktion. Mona führt sie zu einem Raum und Charlie: ooohhh wooooww !! Bücher über Bücher. Sie schlägt ihr vor, das sie beide sich umschauen und Bücher für die Sendung raussuchen. Charlie wähnt sich im Paradies. In aller Ruhe schaut sie sich die Bücher an. Einige kennt sie durch die Medien andere sagen ihr gar nix. Sorgfältig sucht sie aus. Am Ende hat sie 6 Bücher ausgewählt. Beide wechseln den Raum und setzen sich in einen Sessel. Die Bücher legt sie auf einen Tisch. Die beiden unterhalten sich über Bücher und Charlie erzählt über sich und ihren Blog. Bald wird es Zeit. Die Sendung hat bereits angefangen. Es geht zur Maske. Sie ist aufgeregt und kann sich im Sitz nicht richtig entspannen. Die maskenbildnerin versucht sie zu beruhigen. Mona is da gelassener. Für sie ist das Routine. Charlie dagegen eine Anfängerin. Allmählich wird sie ruhiger. Es gefällt ihr, was sie im Spiegel sieht. Endlich geht es los. Beide werden aufgerufen. Mona geht vor und Charlie folgt ihr zur Couch, die sie aus dem Fernsehen kennt. Mona stellt Charlie und ihren Blog vor. Der Link dazu wird eingeblendet. Sie fragt sich ob sich viele ihren Blog anschauen werden. Nun wird es ernst. Beide stellen ihre ausgesuchten Bücher vor und reden drüber. Spannend. Viel zu schnell isses vorbei. Als sie wieder in der Maske sitzen, fragt Charlie Mona ob sie Zeit und Lust hat ihr die Buchhandlung Nippes zu zeigen. Sie kennt die von Instagram. Sie hat. Super sagt sie laut. Die Bücher darfst du alle behalten, wenn du möchtest, sagt Mona zu ihr. Sie möchte. Ohjee denkt sie. Hat sie schwer zu tragen. Lachend sagt sie zum Glück sind es keine 600er Seiten Bücher. Beide lachen sie. Zu Fuß geht es zur Buchhandlung, die sie schnell erreichen. Sie werden herzlich begrüßt. Charlie holt einen Bücher Pass aus ihrer Tasche und bittet um einen Stempel, auch wenn die NDR Aktion längst beendet ist. Sie bekommt einen. Super sagt sie zu Mona. Der dritte außerhalb Hamburgs. Mona verabschiedet sich von Charlie, da sie zurück zum Sender muss. Sie umarmen sich. Charlie schaut sich um, findet Postkarten und oh nee ruft sie, die habe ich noch nicht. 3 mit Bücher Motiven für ihre Postkarten Sammlung. Zieht sie raus und legt sie auf den Tisch und schaut sich weiter um. Nachdem sie die Postkarten bezahlt und eingesteckt hat, geht es zum Bahnhof. An einem Imbiss ist sie eine Wurst mit Pommes. Dann muss sie auch schon zum zug nach Hause. Der auch bald kommt. Sie findet wieder einen guten Platz und lässt sich nieder. Während der Fahrt macht sie sich Gedanken über einen Blog Beitrag und den Tag. Nach 5 Stunden ist sie wieder in Hamburg und eine halbe Stunde später zu Hause. Sie stellt alles erstmal hin, zieht sich aus, holt sich was zu trinken. In ihrem Sessel lässt sie den Tag Revue passieren. Auf jeden Fall ein schöner Tag 

Ihr Tag beim WDR

Freitag, 26. Juni 2026

Operieren oder Nicht Operieren?????

Diese Frage  GaOp ja oder nein stellte sich mir nicht. Ich hab einfach alles gemacht, was ich benötige. Mir ging es um das WANN?  

Trotzdem es ist keine leichte Entscheidung. Im besten Falle Zeit lassen um eine richtige Entscheidung treffen zu können und vor allem nicht die Psyche belasten. Das kann nämlich durchaus passieren, wenn man die benötigten Schritte zu schnell macht obwohl man gar nicht bereit dazu ist. Für alle, die vor dieser Frage stehen: Viel Glück!!!


Operieren oder Nicht Operieren?????


Oh, man ist die blöd!!!! Bin seit Tagen dabei, mich zu informieren, bin dabei auf ein Forum der DGTI gestoßen, DGTI ist so etwas wie ein Dachverband für Transgender Menschen. Die haben einen Ersatz Ausweis erstellt für alle Transgender, den man auf seinen gewählten Namen ausstellen lassen kann und dann bei Bedarf vorzeigen kann. Offiziell ist er aber leider nichts wert. Liegt im Auge des Betrachters ob er anerkannt wird oder nicht. In diesem Forum gibt es ganz viele Themen, die uns Transgender betreffen. Erfahrungsberichte von anderen Trans Menschen. Auch einiges, wo ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Beim Googlen bin ich auf einige Blogbeiträge gestoßen, wo einige über ihre Erfahrungen berichtet haben. Puh, klingt nicht so als wenn es leicht wird. Und dann diese Frau, hat was mit dem Herzen, laut Arzt soll sie die OP verschieben oder darauf verzichten und sie tut es trotzdem und stirbt fast dabei. Wie bescheuert kann man nur sein. Ich sollte wohl gut überlegen ob ich es mache. Bei der nächsten Sitzung mit meiner Therapeutin werde ich mit ihr darüber sprechen.


3 Tage später ist es soweit. Es regnet und auf dem Weg zu ihrer Praxis werde ich ganz nass, da ich einen langen Weg von der Bahn gehen muss. Im Wartezimmer ziehe ich erst mal alle nassen Klamotten aus. Ich bekomme sogar ein Handtuch, mit dem ich mich abtrockne. Zum Aufwärmen bringt mir die Sprechstundenhilfe einen Becher Tee. Ich bedanke mich und betrete das Zimmer meiner Therapeutin.


Willkommen, Frau Hansen

Hallo Frau Reimann,


Wie geht es Ihnen, Frau Hansen?

Einigermaßen in Ordnung im Moment


Wie war ihre Woche?

Gute Frage, ganz ok, nichts negatives passiert.



Das ist doch prima, Frau Hansen

Finde ich auch!


Gibt es etwas, was sie erzählen möchten?

Ja Frau Reimann, hab gegoogelt im Internet zu einem gewissen Thema, was mir noch fehlt.


Stimmt, Frau Hansen und was haben sie gefunden?

Ich hatte mich im Forum der DGTI, der Dachgesellschaft für Transgender angemeldet und ein bisschen gelesen. Da gab es User, die über ihre OP berichtet haben. Da war eine dabei, wo ich nur gedacht habe, Mensch, bist Du blöd!!


Wieso Frau Hansen?

Weil die gute Frau ihr Leben riskiert hat. Weil sie irgend etwas am Herzen hat und die OP deshalb hätte verschieben oder ganz darauf verzichten sollen.


Schwere Entscheidung

Möglich ja, sollte nicht die Gesundheit bzw. das eigene Leben an erster Stelle stehen?


Was würden sie in dieser Situation machen?

Ich würde wohl hart mit mir ringen, da es eigentlich keine Frage für mich ist, ob ich mich operieren lasse oder nicht. Mir geht es eigentlich nur um das „Wann?“ Was nützt mir das, wenn ich bei der OP sterbe?


Es ist nich einfach

Nein, das Blöde ist, wenn ich mich nicht operieren lasse, das viele sagen, dann bist du keine Frau. Idiotisch, ist aber leider so.


Keine schöne Situation, Frau Hansen, leider müssen wir für heute Schluß machen. Ich wünsche Ihnen einen schöne Woche, bis zum nächsten Mal.

Das wünsche ich Ihnen auch, bis zum nächsten Mal



Von der Sprechstundenhilfe bekomme ich noch einen Termin für die nächste Sitzung.


Ich mache mich wieder auf den Weg zur Bahn. Als ich ankomme, bin ich wieder pitschnass. Es regnet immer noch und das seit Tagen. Es will nicht aufhören. In der Bahn kreisen meine Gedanken nur um eins. Hilft mir das Gespräch wohl, eine Entscheidung für mich zu treffen? Oh man, oh man, denke ich, während ich aus dem Fenster schaue, das nass vom Regen ist.


Was mache ich bloß, frage ich mich, während die U-Bahn in den Tunnel reinfährt.


In der Innenstadt steige ich aus und gehe zur nächsten Buchhandlung. Um mich abzulenken. Ich stöbere in den Regalen und schaue mir die Neuerscheinungen an. Krimis und historische Romane.


Dialog mit Gott

Dialog mit Gott


Hallo Alexa, du wolltest mich sprechen?


Hä? Wer bist Du?


ich bin Gott


Und wieso sollte ich mit dir sprechen?


ich denke, du hast Fragen?


Aber wie so an Dich?

Dich gibt es doch gar nicht. Oder?


Was glaubst Du?


Was ich glaube?

ich glaube vor Urzeiten, gab es wirklich jemand, wie Du aber ob er wirklich die Welt erschaffen hat? ich glaube diese Person, kam aus den Welten des Universums zu uns.


Nicht schlecht junge Frau!


Aber dann wärst Du ja uuuuuralt???


Vielleicht bin ich das ja!


Hab ich Fragen an Dich? Hättest Du dich nicht eine Woche vorher ankündigen können? Dann hätte ich mir Fragen überlegen können.

Kannst Du meine Fragen denn beantworten?


Versuchen wir es doch!


Warum bin ich falsch auf die Welt gekommen?


Bist Du das?


Ja bin ich. Das Aufwachsen als Mädchen ist mir verwehrt geblieben. Mir fehlt der Sinn darin.


Was meinst Du?


ich habe keine Ahnung. Können wir beide nicht zurückreisen und meinen jüngeren ich Bescheid sagen und was sie tun muss?


Das können wir leider nicht


Schade

Poetry slam

Hallo!!!! Wussten sie schon???? In Zukunft bestimmt man das Geschlecht des Kindes erst, wenn man in das Gehirn des Neugeborenen geschaut hat...