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Sonntag, 7. Juni 2026

Der Tag vor ihrer Operation

Alexa wird operiert


Der Tag vor der Operation


Angst?


Alexa und und ihre Betreuerin sitzen in einem kleinen Raum im Sozialtreff. Nachdem sie mit vielen anderen Klienten und Betreuern zusammen gefrühstückt haben, ziehen die beiden sich zurück.


Montag Vormittag im Juni. Alexa hatte bereits am Wochenende ihre Tasche für das Krankenhaus gepackt. Alles besorgt, was ihr für den Aufenthalt gefehlt hat. Sie hofft, das sie in 2 Wochen wieder zuhause ist. Vor Aufregung hat sie kaum schlafen können, fühlt sich etwas gerädert, als sie morgens gegen 8 Uhr aufwacht. Nervös ist sie und aufgeregt. Heute nachmittag soll sie zur Anmeldung im Krankenhaus sein. Das UKE in Hamburg hat sie sich ausgesucht. Alle anderen sind ihr zu weit weg. Niemand könnte sie dort besuchen. Und sie selber hat es nicht so weit bis zum UKE. In ca. einer Stunde ist man bereits mit der U-Bahn dort. Müde steht sie auf und wankt ins Badezimmer, Sie stellt sich unter die Dusche. Anschließend rasiert sie sich und putzt ihre Zähne. Anschließend packt sie alles was sie dafür benötigt in ihre Tasche. Ganz schön schwer ist die Tasche, stellt sie fest. Mist, ruft sie laut! Sie geht zurück ins Schlafzimmer um sich anzuziehen. Danach kontrolliert sie ihre Wohnung (PC, Fernseher, Lampen) ob auch alles aus ist. Nach dem sie das erledigt hat, greift sich ihre Tasche, Haustürschlüssel und verläßt die Wohnung. Sie geht nur nahen U-Bahn Haltestelle und fährt zum Sozialtreff. Die Zeit bis zur Fahrt zum UKE möchte sie dort verbringen.


Ob ich Angst habe? Fragt mich meine Betreuerin gerade. „ Nein überhaupt nicht. Nervös und aufgeregt ja, aber nicht ängstlich. Warum auch? Ich schlafe doch während der Op“

Sie reden über die bevorstehende Operation. Alexa erzählt über den Animierten Film, den sie im Internet gefunden hatte. Er zeigt, wie die OP abläuft. Wie aus einem Penis eine Vagina wird. War nicht leicht, sich das anzusehen. Ziemlich heftig sogar. Aber damals sagte sie sich, egal wie schwer es wird, sie schläft die ganze Zeit, bekommt von alldem nichts mit. Steffi hätte Alexa gerne zum UKE gefahren aber sie muss im Sozialtreff bleiben. Sie ist mit „Sozialberatung“ dran. Schade, denkt Alexa sich. Sie quatschen über Gott und die Welt. Alexa erzählt von ihrem Vorgespräch, das vor 9 Monaten stattgefunden hat. Auch wenn sie es ganz anders gefühlt hat, ging die Zeit doch ganz schön schnell rum. Eben noch zum Vorgespräch im UKE, fährt sie heute wieder hin um am nächsten Tag operiert zu werden. Die Wartezeiten waren für mich das schlimmste an dem ganzen, sagt Alexa. Während Steffi sich einen Kaffee holt, geht Alexa noch einmal auf die Toilette. Zurück in dem kleinen Raum. Betreuerin fragt Alexa, wann sie los muss. „Spätestens um 13.00 Uhr“ antwortet Alexa. Beide schauen zur Uhr, die über der Tür hängt. 12.48 Uhr „Ups“ rufen beide. „Du musst gleich los“, sagt Betreuerin „Stimmt“, hätte ich jetzt beinahe vergessen“. „Das wärs, wenn ich zu spät kommen würde.“ Alexa steht auf, verabschiedet sich von ihrer Betreuerin. Beinahe hätte sie ihre Tasche vergessen. Beide gehen sie zur Tür. „Melde dich nach der OP“, sagt sie zum Abschied. „Na klar, Steffi, mache ich“. Alexa verläßt den Treff und macht sich auf dem Weg zur U-Bahn. Sie hat Glück. Angekommen, fährt gerade eine Bahn rein und sie kann gleich vorne einsteigen. Sie fährt bis Schlump und steigt in die U3 um. Mit der fährt sie bis Kellinghusenstrasse. Bepackt mit ihren Taschen geht sie zur Bushaltestelle. Wieder Glück. In ein paar Minuten kommt der nächste Bus. Alexa steigt ein und bleibt dicht an der Tür. Sind nur ein paar Stationen und schon verläßt sie den Bus wieder. Direkt vorm Eingang des UKE. Ein paar Minuten später und sie steht an der Anmeldung. Sie bekommt ne Flasche Wasser in die Hand gedrückt. „Wenn sie leer ist und sie noch nicht müssen, bekommen sie eine neue. Sagen sie bitte bescheid, wenn sie müssen.“ „Ok“ antwortet sie und setzt sich auf den nächsten freien Stuhl. Die Taschen stellt sie neben sich hin und fängt an zu trinken. Zum Glück hatte sie ja schon im Sozialtreff etwas getrunken. Dadurch muss sie prompt zur Toilette. Sie geht zur Arzthelferin, bekommt eine Flasche und geht damit zur Toilette. Die volle Flasche gibt sie zurück und darf nach oben in den 3. Stock, wo sich ihr Zimmer für die nächsten Tage befindet. Auf der Station wird sie schon erwartet. Sie bekommt ihr Zimmer gezeigt, stellt ihre Taschen erstmal hin. Die Stationsschwester geht mit ihr anschließend über die Flure zu einem Raum, in dem sie gewogen wird. Zurück im Zimmer setzt sich Alexa erstmal auf das Bett. Die Tür geht wieder auf und die Schwester stellt ihr eine große Kanne mit einer Flüssigkeit hin. „Bitte austrinken“.“Sieht das eklig aus“, denkt Alexa. Schmeckt auch so. Am liebsten würde sie den Rest ins nächste Klo schütten. Alexa fängt an zu trinken, will es so schnell wie möglich hinter sich bringen . Während dessen packt sie ihre Tasche aus, räumt die Kleidung in die Schränke. Toilettenartikel bringt sie ins Bad. Auch Handtücher. Dabei sieht sie, das dort bereits Handtücher hängen. Wunderbar, denkt sie, dann kann ich die erst mal benutzen, anstatt meine eigenen. Die leere Tasche verstaut sie oben im Schrank. Um 17.00 Uhr wird Abendbrot auf die Zimmer gebracht. Nur Alexa bekommt nichts. Sie darf erst nach der OP wieder etwas essen. Sie darf nüchtern bleiben. Alexa greift zum Handy und schreibt Chrissi eine Nachricht, das sie im Krankenhaus auf ihrem Zimmer ist und diese eklige Flüssigkeit trinken darf. Bald kommt Antwort. „Viel Spaß beim Austrinken. Alles Gute für morgen“. „Vielen Dank, wird schon schiefgehen“ schreibt Alexa zurück. Sie legt sich aufs Bett, verschränkt die Arme hinter ihrem Kopf.


Ihre Gedanken kreisen zurück. Vor einem Jahr war an die OP noch gar nicht zu denken. Sie hat gerade ihr erstes Gespräch bei der Gutachterin hinter sich, um ihren Vornamen ändern zu lassen. Wartet auf den 2. Termin. Der soll im September stattfinden. Das Gespräch hat fast 2 Stunden gedauert. Die Gutachterin hat viel gefragt, sie hat viel geredet. Am Schluss hat sie Alexa gesagt, das es eindeutig ist. Alexa hat sich sehr darüber gefreut. Bis zum 2. Gutachergespräch schreibt sie ihre Krankenkasse an. Sie möchte wissen, was sie alles für ihren Antrag auf die GaOp benötigt. Die Krankenkasse schreibt sie, das sie unter anderem ein Vorgespräch mit dem Op Arzt oder Ärztin benötigt. Die nächsten Wochen beschäftigt sie sich mit den benötigten Unterlagen. Sie informiert sich, wer in Hamburg solche Ops anbietet. Die beste Adresse scheint das Universitätsklinikum zu sein. Sie sucht im Internet Adresse und Telefonnummer heraus und ruft am nächsten Tag an. Einen Termin erhält sie im September. Kurz überlegt sie Gutachtergespräch und das Vorgespräch am selben Tag zu machen. Aber sie verwirft das gleich wieder, da sie nicht weiß, wie lange die Gespräche dauern. Könnte sonst Terminprobleme geben.

Während ihre Gedanken zurückschweifen, kommt die Abendschicht rein, fragt ob alles in Ordnung ist und teilt ihr mit, das sie morgen ca 7 Uhr abgeholt wird. Ob sie schlafen kann? Sie zieht sich um, geht ins Bad um sich zu waschen und die Zähne zu putzen. Anschließend holt sie ihr Nachthemd aus dem Schrank. Macht das Licht aus und schlüpft unter die Bettdecke. Ob morgen alles gut geht? Mit dieser Frage schläft sie ein. Das die Nachtschwester reinschaut bekommt sie nicht mit.




Freitag, 12. Juli 2024

Erfahrungen sammeln

Wenn sozusagen das, was ich in den sozialen Medien erlebe/mitbekomme in meine Realität schwappt. 

Heute war ich zum Frühstück in der Begegnungsstätte. Ca 6 Personen am Tisch. Es kam die Frage, was macht ihr am Wochenende. Erst sagte ich: Gar nichts. dann  etwas später:


ich schaue Tour de France

Mitklientin: Gibt es das inzwischen auch für Frauen

Ich: Ja, auch Giro D `Italia usw.

Mitklientin: Aber noch nicht lange oder?

Ich: Nein


dann kam eine für mich überraschende Aussage  (sinngemäße Wiedergabe, da ich auf einem Ohr taub bin)

Mitklientin: Wann meldet sich Mann/Radsportler, das er eine Frau ist um an der Tour de France mitzufahren??


Bei mir im Kopf machte es klick klick klick und meine Reaktion 


Ich (etwas laut:):  Stop! Stop! Stop!! 


Alle die um mich herumsaßen schauten etwas komisch, sagten aber nix. Auch die Klientin die die Aussage gemacht hat, sagte nix mehr. Dieses Gespräch war beendet.  

Ich wollte das ganze einfach beenden um keine Transfeindlichkeit aufkommen zu lassen. ich bin keine Hellseherin, ich weiß nicht wie es weitergegangen wäre. Der mit am Tisch sitzenden Betreuerin habe ich kurze Zeit später eine Nachricht geschickt und ihr erklärt,, warum ich so gehandelt habe. Ihre Antwort. war, das ich richtig gehandelt habe. Es wäre besser, wenn ich es gleich allen erklärt habe. Ihre Antwort freut mich. Ich nehme das mit für das nächste Mal. Ich hoffe immer, das so etwas nicht passiert. Ausschließen kann ich es nicht. Verbieten auch nicht. Ich muss lernen damit umzugehen. Wie reagiere ich, bleibe ich ruhig, hole ich mir Hilfe von anderen, von Betreuern, selbst wenn diese in einem Beratungsgespräch sind. All das ist situationsbedingt. 

Solange in meiner Realität nichts vorkommt, was ich in den sozialen Medien erlebe/mitbekomme ist es schwer für mich zu entscheiden, wie gehe ich damit um, wie reagiere ich am besten. Von daher ist auch wichtig für mich Rückmeldung von Betreuern zu erhalten. 

Ich hoffe immer das das gerade vorgefallene ein Einzelfall bleibt und nicht jede Woche vorkommt. Verrückt machen darf ich mich nicht. Ich gehe weiterhin zur Begegnungsstätte und setze mich mit anderen Klienten zusammen.

Sonntag, 26. Mai 2024

10 Jahre "Alexa"

10 Jahre sind es jetzt her, das ich los ging. Mein "Weg" begann. Der Weg endlich als Frau zu leben. Was das alles bedeutet, was ich machen musste, was auf mich zu kam, davon hatte ich null Ahnung. 4 Jahre später im Oktober überschritt ich die Ziellinie. Der sogenannte Marathonlauf endete im Unikrankenhaus Hamburg mit der 2. Op - der Korrektur OP. Schon vor meiner geschlechtsangleichenden Operation war mir klar, das ich mit  #trans #transsexualität nichts mehr zu tun haben möchte. Schluss damit. Ich bin eine Frau, wollte so leben und so wahrgenommen werden. 2020 war ich meine Depression los. Brauchte keine Tabletten und Therapien mehr. 

Dann passierte irgendwas, ich weiß nicht was und warum. Das Thema "Trans" wurde immer sichtbarer. Der Begriff #Transaktivisten fiel immer öfters. Aber auch die Gegenseite - die davon überhaupt nichts hielten. - die sogenannten #Terfs 8Transfeinde). Beide Seiten wurden immer lauter, bekämpften sich. Ich ließ mich mit reinziehen in diesen Kampf. Irgendwann merkte ich immer mehr, das es mich runterzog, mich belastete, meine Depressionen drohten wieder zu kommen. Seitdem versuche ich mal mit Erfolg mal weniger Erfolg mich davon zu distanzieren, keine Nachrichtigen über Trans Personen mit zu bekommen. Jede Woche zu lesen, das eine transfrau überfallen wurde, ob in Berlin oder Hamburg, das macht was mit mir. Ich bin leider nicht der Typ, dem das ganze alles am Hintern vorbeigeht.  Lesen und wieder vergessen. Leider. Ich tue mein möglichstes um so wenig wie möglich damit in Berührung zu kommen..

Für mich spielt das Thema #Trans keine Rolle (mehr). Ich lebe mein Leben. Gehe ins Kino und Theater, besuche Ausstellungen im Museum, gehe zu Lesungen von Autoren. Dort spielt es keine Rolle, wer ich mal war. Ich falle nicht auf, werde genauso viel und wenig beachtet wie andere auch.

All das vergesse ich immer, wenn ich zu viel negatives lese und es mich beschäftigt. Das das negative in meiner Realität keine Rolle spielt. Und ich wünsche mir, das das auch in Zukunft so bleibt.

Ich bereue nichts von dem was ich gemacht habe. Im Gegenteil. Ich bin stolz das ich meinen Weg so gegangen bin, wie ich ihn gegangen bin. Es war so richtig. Ich bin ihn Schritt für Schritt gegangen, habe oft auf meinen Bauch gehört, mein Herz und nicht auf fremde Menschen. 

Ich habe mich nie als #trans gefühlt. Immer schon als "Frau"


10 Jahre "Alexa"  - Es ist der richtige Name - der mir passt. Mit dem ich mich wohlfühle. 

Pate sind die Sängerin #Alexandra und das Bap Lied "Alexandra, nit nur do"


Samstag, 18. Mai 2024

Pubertätsblocker

Pubertätsblocker: Ja oder Nein?? Da scheiden sich  im Moment die Geister!!!  Ist ein schwieriges, ein sensibles Thema. In England ist die Vergabe bereits eingeschränkt, in den USA (Republikaner Staaten) sogar ganz verboten.

Und auch hier in Deutschland ist die Aufregung immer wieder groß. Besonders aus der Richtung von Trans Gegnern. Besonders in den sozialen Medien kocht es immer wieder hoch. Wie auch jetzt gerade, nachdem bei einem Ärztetag einige Anträge gestellt wurden, diese zu verbieten oder nur unter bestimmten Bedingungen (Im Rahmen einer Studie) zu verordnen.




Viele Argumente, die ich lese, egal ob von Otto Normalverbraucher oder Promis wie Frau Schwarzer oder Wagenknecht, reden nicht aus Sicht der Trans Kinder. Sie wollen sie schützen, machen aber das komplette Gegenteil. Viele verbreiten einfach nur Falschinformationen.

Die Einnahme von Pubertätsblockern soll verhindern, das diese Kinder die Pubertät durchlaufen. Sie wird gestoppt und verschafft den Betroffenen Zeit. Zeit um sich mit ihrer Identität auseinander zu setzen. Gegebenenfalls kann nach einer Zeitspanne die Pubertät fortgesetzt werden, sollten diejenigen zum Entschluss kommen, ihr Geschlecht sei doch das richtige. Wenn nicht, kann man ab einem bestimmten Alter Hormone verordnet bekommen und die "falschen" Hormone werden dem Körper entzogen. Das alles natürlich nur in Absprache mit entsprechenden Ärzten, die das dann verordnen und begleiten. Die Zahl derer, die einen Rückzieher machen und ihre Pubertät fortsetzen, soll bei ca  0,1 - 0,2 Prozent liegen. Also verschwindend gering und es macht überhaupt keinen Sinn, Panik zu verbreiten..

Was passieren würde, wenn Pubertätsblocker verboten wären, wäre das die Betroffenen Kinder/Jugendliche viel Leid erfahren, Diskriminierung, Ausgrenzung, was zufolge hätte, das sie an Depressionen erkranken und im schlimmsten Falle die Zahl derer die Suizid begehen ansteigt. 
Man erreicht also im Grunde das komplette Gegenteil, von dem was man angeblich möchte. 


#DGTI #Pubertät #Pubertätsblocker #Transkind #Transjugendliche #Transgender #Transidentität #Selbstbestimmungsgesetz.


Dienstag, 7. Mai 2024

Als Frau wahrgenommen werden

Als ich vor 10 Jahren meinen Weg begonnen habe, war oft vom "Passing" die Rede. Das bedeutet praktisch, dass die Trans Person in einer Gruppe Frauen nicht auffällt. Sie ist sozusagen "unsichtbar".

Ein 100%iges Passing gibt es nicht. Genauso wenig, wie 100% Schönheit, die im Auge des Betrachters liegt.

Von meinen Erfahrungen aus gesehen, die vorwiegend positiv sind, kann ich für mich sagen, dass ich zum großen Teil als Frau wahrgenommen werde. Und das ist das, was ich möchte. Das ist das, was Trans für mich bedeutet, dass es irgendwann keine Rolle mehr in meinem Leben spielt. Ich bin jeden Tag, an dem ich meine Wohnung verlasse, sichtbar! Sichtbar als Frau!. 

Negatives erlebe ich zwar auch aber das positive überwiegt.

Wie zum Beispiel, das ich in einer vollbesetzten Bahn sitzen kann, ohne das es irgend jemand interessiert bzw, mir ein Sitzplatz angeboten wird, Kinder sich von mir verabschieden, mir zu winken, keine Berührungsängste zeigen, wie heute beim Spielplatz geschehen. Im Sozialtreff bin ich eine Klientin unter vielen. Ich bin mitten drin. Keine Außenseiterin die von allen gemieden wird.

#transgender #trans #transidentität #passing #selbstbestimmungsgesetz #transsexuellengesetz #transsexualität

Mittwoch, 1. Mai 2024

Erfahrungen mit Logopädie

Vor ca. drei Jahren

Beim Telefonieren hatten andere Menschen immer wieder Probleme mit meiner Stimme. Das führte oft dazu, dass ich wutentbrannt die Gespräche abbrach, in dem ich einfach auflegte. Ich hatte überhaupt keine Lust mehr zu telefonieren. Alles nur noch per Email? Das kam aber auch nicht in Frage. Was also tun?

Meine Stimme musste höher klingen. Ich fand heraus, dass man dafür Übungen machen kann. Das nennt sich Logopädie. Ich suchte und fanden eine Praxis, die auch Trans Menschen behandelt. Ich rief dort an und bekam einen Termin. Beim Gespräch stellte sich heraus, dass ich die erste Trans Patientin für diese Logopädin war. 

Das fand ich spannend, eine win win Situation für uns beide. Ich wollte gucken, wie weit ich komme. Wir trafen uns jede Woche und ich übte fleißig zu Hause. Nach ca. einem Jahr war plötzlich Schluss, da sie in Mutterschutz Urlaub ging, was für mich völlig überraschend kam. 

Ich stand also plötzlich ohne da. In dieser Praxis gab es keine Vertretung, deshalb war erstmal Aus Ende. Ich habe dann erstmal nix mehr gemacht. 

Nach ein paar Wochen kam ich ins grübeln ob ich weiter mache oder nicht. Ich suchte eine neue Praxis. Ich fand zwar eine, kam aber erstmal auf eine Warteliste. Es dauerte, bis ich einen Termin bekam. Ich fand die Logopädin sympathisch und probierte es mit ihr. Wir sahen uns jede Woche zu unterschiedlichen Uhrzeiten, bis wir einen festen Termin fanden. 

Seitdem arbeiten wir an meiner Stimme. Wir haben auch über die Möglichkeiten einer Stimmband Operation gesprochen. Ich bin froh, das ich das nicht machen muss. Das ganze ist nicht ungefährlich und ob ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, kann mir keiner garantieren. Dazu weiß ich noch gar nicht, wie meine Stimme am besten klingen soll. 

Inzwischen weiß ich, dass ich nicht unbedingt höher sprechen muss, mit der sogenannten Kopfstimme. Ich muss an der Resonanz arbeiten. Klingt gut.

Letzte Woche habe ich eine alte Aufnahme gefunden und ich kann deutlich die Fortschritte hören, die ich seit dem gemacht habe. 

Diese Woche hat mir meine Logopädin angekündigt, das wir bald eine Pause machen werden. In der Zeit arbeite ich alleine weiter.

Ca. Alle 3 Monate gehe ich zu meinem Hausarzt und bekomme eine Verordnung zur Logopädie. Meine Logopädin schreibt dafür immer einen Bericht für meinem Hausarzt.


Ich hab das immer freiwillig gemacht, hatte viel Spaß. Ich musste nicht, hatte keinen Zwang. Ich wollte und will wissen, wie weit komme ich. Wenn meine Logopädin sagt, ich habe die Grenze erreicht, weiter geht es nicht, ist Schluss.


#selbstbestimmungsgesetz #trans #logopädie #transidentität #transgender #stimmbandop #stiimmübungen 

Dienstag, 16. April 2024

Das Selbstbestimmungsgesetz ist da

Endlich ist es  soweit. Ein neues Gesetz muss her! Das wird seit ca 5 Jahren immer wieder gesagt, da das alte "Transsexuellen Gesetz" eins ist, das viele für unwürdig und diskriminierend halten und es deshalb ablehnen.

Ist das neue jetzt besser als das alte???? Die Zukunft wird es zeigen In den sozialen Medien drehen die 80 Millionen Bundestrainer, die wir bereits vom Fußball, Corona Impfung kennen, durch. Stundenlang werden Fake News verbreitet und das Ende vom Abendland verkündet. Nichts davon stimmt natürlich. Was diese Menschen nicht davon abhält weiter ihren Unsinn zu schreiben. Es sind auch nicht alle 80 Millionen Einwohner der Bundesrepublik Deutschland betroffen. 

Einige Punkte gehören da aber einfach nicht rein. Schon im Mittelalter gab es ein Hausrecht für Eigentümer. Heißt heute, jemand der sich nicht an die Regeln, Gesetze, Hausordnung hält, kann vom Eigentümer/Besitzer mit einem Hausverbot belegt werden. Deswegen extra einen Passus reinzuschreiben ist irgendwie doppelt gemoppelt und überflüssig. Ob Männer im Kriegsfall reihenweise zum Standesamt laufen um sich als Frau zu identifizieren und so nicht in den Krieg zu müssen, halte ich auch für unglaubwürdig. Warum also dieser Passus? Ob das Gesetz in seiner jetzigen Form einer weiteren Reform bedeutet, wird die Zukunft zeigen.

Wie viele Trans Menschen es in Deutschland gibt, daran scheiden sich die Geister. mal ist von 2 % die Rede mal von 3 - 5%. Und eine Dunkelziffer gibt es mit Sicherheit auch. In Wahrheit sind also ca 4 % vom neuen Gesetz betroffen. 4% die ab November ihren Vornamen ändern können und welches ihr Geschlecht ist. Und das ohne diskriminierende Gutachter-Fragen. Ich freue mich für diese Menschen. Das die Diskriminierung damit aufhört, bezweifle ich allerdings. Die Hoffnung das sie weniger wird ist aber da und diese Menschen ihr Leben leben können, wie sie es möchten. Und "Trans" in ihrem Leben keine  (allzu große) Rolle mehr spielen wird. 


Alles zum Selbstbestimmungsgesetzt kann man auf der Seite vom Deutschen Bundestag nachlesen

Einen guten Artikel,. wie ich finde, findet ihr HIER


Wichtige Begriffe erklärt

Cis

Menschen, die "cis" sind, identifizieren sich mit dem Geschlecht, dass ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Deadname

Der Vorname, den eine trans*Person abgelegt hat.

Divers

Seit 2018 besteht nach dem Personenstandsgesetz die Möglichkeit, bei Geschlechtseinträgen männlich, weiblich, keine Angabe oder divers anzugeben. Der Begriff wird nur in offiziellen Dokumenten wie dem Reisepass oder der Geburtsurkunde genutzt.

Gender

Der Begriff stammt aus dem Englischen – hat sich aber auch in Deutschland etabliert. Er dient dazu, um zwischen dem biologischen Geschlecht (sex) und dem sozialen Geschlecht (gender) unterscheiden zu können. Im sozialen Geschlecht sind auch Geschlechterrollen verankert – also was wir als typisch weiblich oder männlich ansehen.

Geschlechtsidentität

"Die geschlechtliche Identität umfasst das körperliche und das soziale Geschlecht und beruht auf dem eigenen Geschlechtsempfinden. Es gibt eine Vielfalt von geschlechtlichen Identitäten. Die Geschlechtsidentität eines Menschen kann sich – insbesondere bei trans* Menschen – von dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht unterscheiden", heißt es im Glossar der FU Berlin.

Geschlechtsdysphorie

Es bedeutet, dass eine Person unter dem Zustand leidet, dass ihr biologisches Geschlecht nicht mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmt. Dieser Leidensdruck kann entstehen, weil das eigene Aussehen nicht zu den eigenen Geschlechtsvorstellungen passt aber auch, wenn die Umwelt trans* Personen in einem falschen Geschlecht wahrnimmt.

Nicht-binär

Menschen, die nicht-binär sind, sind weder vollständig weiblich noch männlich.

Pronomen

Wenn wir in der deutschen Sprache nicht den Namen nutzen wollen, um über eine Person zu sprechen, nutzen wir geschlechtsbezogene Pronomen. Also: er, sie, ihre. Manche trans* Personen nutzen für sich auch diese Pronomen, andere nutzen alternative Pronomen wie "xier".  Oder sie nutzen statt Pronomen immer den Namen.

Selbstbestimmungsgesetz

Das Selbstbestimmungsgesetz soll das noch bestehende Transsexuellengesetz ablösen. Dadurch soll trans* Personen u.a. eine deutlich einfachere Änderung des Vornamens ermöglicht werden.

Transidentität

Es handelt sich um eine Wortschöpfung. Durch diesen Begriff wird auf das Wort "transsexuell" verzichtet. Durch diesen Begriff wird deutlich gemacht, dass es sich nicht nur um die Sexualität dreht. Es geht vielmehr um die Identifikation mit einem anderen Geschlecht als jenem, welches bei der Geburt zugewiesen wurde.

Trans*

Menschen, die "trans*" sind, identifizieren sich nicht mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Durch das Sternchen sollen alle Menschen auf dem trans* Spektrum eingeschlossen werden.

Transition

Transition bezeichnet den Übergang von einem Geschlecht in ein anderes. Bei der medizinischen Transition passen trans* Personen ihr biologisches Geschlecht mit Hilfe von medizinischen Behandlungen an ihre Geschlechtsidentität an. Heißt: Durch Hormontherapie und geschlechtsangleichende Operationen kann ein trans* Mann seinen Körper so modifizieren, dass er männlich aussieht.

Trans* Frau

Eine Frau, der bei Geburt das männliche Geschlecht zugeordnet wurde.

Trans* Mann

Ein Mann, dem bei Geburt das weibliche Geschlecht zugeordnet wurde.

Transsexuellengesetz

Das deutsche Transsexuellengesetz trat 1980 in Kraft. "Das Transsexuellengesetz, wie es momentan noch gilt, regelt nur den rechtlichen Rahmen, wenn ich meinen Vornamen und/oder Personenstand ändern will. Dafür sind zwei Gutachten nötig und in einem Gerichtsverfahren wird dann darüber entschieden, schildert der Hamburger Grünen-Politiker Adrian Hector.

Quellen: Glossar FU Berlin, Bpb

#Selbstbestimmungsgesetz #trans #transidentität #transgender #transsexuell #vornamensänderung #geschlecht #frauensagenja

Samstag, 6. April 2024

Stille auf meinem Blog!

Still ist es geworden!


das liegt daran, das ich lange nicht mehr geschrieben habe. Weder Gedichte noch Geschichten. Ich versuche gerade etwas zu schreiben. Wenn es fertig ist, werde ich es hier zeigen!! :)

LG

Alexa

Donnerstag, 11. Januar 2024

10 Jahre Alexa...

10 Jahre sind es jetzt in diesem Jahr, das ich offen sichtbar mein Leben als Frau lebe, als Frau wahrgenommen werde. 2018 habe ich nach 2 geschlechtsangleichenden Operationen die Transition für beendet erklärt. Transition bedeutet für mich, das es ein Prozess. Mit einem Anfang und einem Ende. 

Seit 2014 ist eine Menge passiert. Für mich war schon 2017 klar, das ich nach meinen Ops mit "Trans" nichts mehr zu tun haben möchte, sollte es möglichst eine kleine Rolle spielen. Das gelingt mir mal mehr mal weniger. Das liegt vor allem daran, das "Trans" immer präsenter wird. Sogenannte Aktivisten werden immer lauter, besonders im Kampf gegen Transfeinde, die auch immer lauter werden.

Vieles was diese Aktivisten wollen, für sich beanspruchen, ist nicht meins. Ich kann mich damit nicht identifizieren. Sie wollen meiner Meinung nach ihr eigenes Ding erkämpfen, egal was andere aus der Community wollen, Schreiben vor, was und wer Trans ist. Da werden dann schon mal Trans Menschen der Transfeindschaft bezeichnet, wenn sie leise Kritik üben. So etwas geht gar nicht. Kritik ist erlaubt!!!!! Egal von wem. Eine Kritik macht niemand zum Transfeind. 

Wenn ich mich damit zu viel beschäftige verliere ich den Blick auf meine Realität. Denn die sieht ganz anders aus, als das was diese sogenannten Transaktivisten sagen, behaupten. 

Und dann merke ich gar nicht, das ich längst als Frau wahrgenommen werde oder es niemanden interessiert, was ich mal war. Und das ist gut so. Das wünsche ich allen Trans Menschen. Ein Umfeld in dem Trans KEINE Rolle mehr spielt. 

2 Bilder aus 2014, die eine Kollegin damals gemacht hat :)





und

2018


ein aktuelles aufgenommen im Dezember 2023 :)






#Trans #Transgender #Transition #Transidentität #geschlechtsangleichendeOperation 

Montag, 11. September 2023

Logopädie - so ging es weiter

 ........2 Jahre nach der ersten Stunde.


Ich ging einmal pro Woche hin. Immer zu anderen Zeiten, je nachdem wie ich Zeit hatte. Zuhause versuchte ich umzusetzen, was wir in der Stunde gemacht haben. Immer schön mit Finger am Kehlkopf, einmal schlucken und dann mit hoher Stimme Stimmübungen.

Leider war nach einem Jahr Schluss, da meine Logopädin in Schwangerschaftsurlaub ging. Und da sie die einzige für Trans Menschen in der Praxis war ,war von heute auf morgen Schluss für mich.

Ich machte erst mal eine Pause - wollte Schluss machen. 

Ein halbes Jahr später fing ich an, eine neue Logopädin zu suchen und wurde nach ein paar Wochen fündig.... 

Wir fingen erst mal von vorne an. Beide unterschieden sich  mit ihren Methoden, es gefiel mir, was meine "neue" Logopädin" machte. Auch hier trafen wir uns zu unterschiedlichen Zeiten, manches mal sogar erst alle 2 Wochen. Inzwischen haben wir einen festen Termin gefunden. Erst ab 18.00 Uhr. Ab heute zum Glück ab 15.00 Uhr. 

Seitdem habe ich einige Fortschritte erzielt. Habe auch viel zu Hause gemacht. 

Ich bin froh, das ich es nicht machen muss. Keinen Zwang, keinen Druck habe. Ich muss auch keine "Stimmband-OP" machen. Was mir zu gefährlich ist und nicht garantiert, das ich hinterher mit dem Ergebnis zufrieden bin. Juhuuuu!!!!!!

Inzwischen machen wir verschiedene Stimmübungen, versuchen, welche Höhe, Stimmlage, Resonanz, am besten zu mir passt. Wie ich klingen möchte, weiß ich leider immer noch nicht so genau.

Wie lange es dauern wird, weiß ich nicht, möglicherweise wird es noch ein langer Weg aber ich kann jederzeit aufhören, was ich momentan nicht möchte. Ich möchte herausfinden, was möglich ist mit meiner Stimme und wie weit ich mit dem Stimmtraining komme.


#Stimmtraining #Logopädie #Logopädin






Sonntag, 30. April 2023

Der letzte Tag mit

Ihr letzter Tag mit...


Es begann früh warm zu werden in diesem Jahr. Es war ein besonderes für sie. Das Ende ihres Weges kam immer näher. Wie anstrengend die letzten 4 Jahre waren, ist ihr gar nicht so bewusst gewesen. Erst hinter her wurde ihr das nach und nach klar. Am Ziel ankommen war das wichtigste für sie. Sie wusste genau, was sie wollte. Musste nie lange überlegen. Zweifel hatte sie nie, bis heute nicht. 
Nur noch ein paar Wochen, die sie überstehen musste. Dann war es endlich soweit.
Als sie ihren Weg begann, stand dieses Ziel noch gar nicht in ihrem Fokus, geschweige das sie wusste, was alles auf sie zukam. Sie ist einfach losgegangen. Lies alles auf sich zukommen. Möglicherweise hat ihr dabei ihre  Depression geholfen. 
Ein Jahr vorher war ihr plötzlich klar, das es nur darauf ankam, wann es passiert. Sie wusste wo es passieren sollte. Sie hatte keine Angst vor dem was geschehen sollte. Als wenn es ihr vorbestimmt war. Schlussendlich zu bekommen, was ihr bei ihrer Geburt vorenthalten wurde.

5 Jahre ist dieser Tag nun her. Das Ende ihres Weges. Das Ende eines Prozess. Oder, wie jemand gesagt hat, ein Marathonlauf. Sie hat nie bereut, das sie ihn gegangen ist. Im Gegenteil. Es war das richtige. Sie war davon überzeugt, dass ihre Depression sich immer mehr verschlechtert hätte, hätte sie darauf verzichtet. Das sie da gelandet wäre, wo sie nie sein wollte. Auch nach 5 Jahren nicht. 

Ob sie jemals vergessen wird, was damals passiert ist? Vorstellen kann sie es sich nicht.

Die Sonne scheint, es ist bereits warm an diesem Morgen als sie mit ihren Taschen zur Frühstücksgruppe kommt. Sie stellte ihre Taschen, dorthin, wo sie nicht stören und setzte sich an einen freien Platz. Sie war weder aufgeregt noch nervös. Auch wenn es nur noch wenige Stunden sind, bis es endlich losgeht. Sie isst heute morgen mehr als sonst, da sie erst wieder nach der Operation essen darf. Also langt sie tüchtig zu. Während des Essens wird viel geredet. Leute kommen und gehen, setzen sich dazu. Dadurch ist sie abgelenkt, hat die Zeit vergessen. 
Mittag ist vorüber. Nur noch wenige sitzen mit ihr am Tisch. 
Plötzlich fragt jemand laut:
Musst du nicht los?
Sie bekommt einen Schreck:
Ooooooh nein, ich komme zu spät.
Sie steht zu schnell auf, ihr Stuhl fällt mit lautem Krachen um. Muss aufpassen, daß sie nicht hinfällt 
Oh Gott
Dann ein Blick zur Uhr:
Oh Frau, Gott sei Dank, alles gut aber ich muss langsam los. Puuuuh.
Sie bringt ihr Geschirr weg, stellt es in die Spüle. Sie setzt sich noch mal hin und trinkt ihr Glas aus. Auch das kommt in die Spüle. Dann holt sie ihre Taschen und verabschiedet sich von den Anwesenden. 
Sie macht sich auf den Weg zur U-BAHN. Jetzt wird es ernst, denkt sie beim Gehen. Zehn Minuten später steht sie auf dem Bahnsteig. Laut Anzeige kommt die nächste Bahn in 3 Minuten. Wenn nichts passiert, wird sie pünktlich sein. Die Bahn kommt, sie steigt ein und setzt sich. Im Wagen sind keine Fahrgäste. Gott sei Dank, denkt sie. Mit der U2 fährt sie bis Schlump mit und steigt in die U3 um und fährt bis Kellinghusen Straße. Dort steigt sie aus und geht zu den Bussen. Sie wartet auf den Bus, der nach Altona fährt. Ein paar Minuten später geht es auch schon los und nach 5 Stationen hält der Bus direkt vor dem Krankenhaus. Sie steigt aus und bleibt erst mal stehen. Sie hat noch Zeit. Atmet tief durch. Schaut in die Sonne. Auf geht's sagt sie sich. Sie geht auf das Gebäude zu, findet den richtigen Gang und geht zur Anmeldung. Dort drückt man ihr eine leere Flasche und eine Flasche Wasser für eine Urinprobe in die Hand. Sie sucht sich einen Stuhl und setzt sich erstmal. Zum Glück hat sie bereits einiges getrunken und so geht es schnell und sie sucht die nächste Toilette auf. Die volle Flasche gibt sie ab. Anschließend darf sie zur Station, die sich im dritten Stock befindet. Nach etwas suchen und fragen hat sie sie gefunden und steht vor einer Stationsschwester.  
Frau Boisen?
Ja, die bin ich.
Herzlich willkommen 
Vielen Dank.
Die Schwester zeigt mir die Station und bringt mich zu meinem Zimmer. Ein Einzelzimmer. Sie geht raus und kommt kurz darauf mit einer vollen Kanne wieder.
Bitte innerhalb von 2 Stunden aus trinken.
Hoffentlich schmeckt das auch.
Sie lächelt, stellt die Kanne auf einen Tisch und geht wieder. Sie ist allein. Setzt sich erstmal auf das Bett. Immer noch ist sie die Ruhe selbst. Spürt keine Angst in ihr. 
Sie öffnet die Schränke, legt die Taschen aufs Bett, leert sie aus und verstaut alles. Anschließend kommen die Taschen ganz oben in ein Fach. Türen zu und fertig. Handy und ihr Tolino kommen griffbereit neben das Bett. Sie geht zum Tisch, nimmt die Kanne und fängt an zu trinken. Immer wieder nimmt sie große schlucke. Bis die Kanne leer ist. Die leere Kanne bringt sie der Stationsschwester. Das Abendbrot wird verteilt. Nur sie bekommt nichts. Sie legt sich auf das Bett, nimmt ihren Tolino und liest.
Es wird Abend. Ab und zu schaut jemand rein und guckt ob alles in Ordnung ist. Die Nachtschwester stellt sich vor. 
Es wird Zeit. Sie zieht sich aus, geht ins Badezimmer, stellt sich unter die Dusche. Wer weiß, wann sie das nächste Mal dazu kommt. Deshalb dauert es dieses Mal länger als sonst. Sie genießt das warme Wasser auf ihrer Haut. Anschließend noch Zähne putzen und Nachthemd anziehen. Fertig ist sie für die Nacht. Ihre letzte mit ....
Die Nachtschwester kommt rein, fragt ob sie was für die Nacht haben möchte. Sie lehnt ab. 
Wie immer auswärts liegt sie lange wach dreht sich hin und her im Bett. Der Schlaf will nicht kommen. 
Sie bekommt mit, wie sich die Tür öffnet und wieder schließt.
Endlich fängt es an, heller zu werden, die Nacht weicht  der Morgen kommt, die Sonne geht auf. Außerhalb ihres Zimmer wird es laut. Sie dreht sich noch mal um und zieht die Decke bis ganz oben. 
Dann geht die Tür auf. Eine Schwester kommt rein, zieht die Vorhänge auf, macht ein Fenster auf. Kommt an ihr Bett.
Guten morgen, in einer Stunde werden sie abgeholt. 
Danke, dann habe ich ja noch ein bisschen Zeit.
Bis gleich, sagt sie und verlässt das Zimmer.
Endlich geht es los. Sie nimmt ihr Handy und schreibt ihrer Freundin, die am Nachmittag vorbei kommt, eine Nachricht und legt sich wieder zurück. Dann steht sie doch auf, geht ins Bad und wäscht sich. Sie legt alle Wertsachen in dem Schrank und schließt ab. Den Schlüssel gibt sie bei den Krankenschwestern ab. Dann zieht sie sich das Krankenhaushemd an und wartet im Bett, das sie abgeholt wird. Immer wieder schaut sie zur Tür. Endlich klopft es, ein Pfleger kommt rein.
Ich hole sie ab
Prima
Mit dem Bett wird sie zum OP Saal gebracht. Es geht durch viele Gänge und mit dem Fahrstuhl ins Erdgeschoss. Dann stoppt der Pfleger vor dem OP Saal. Auf der Tür steht 
Zutritt für Unbefugte verboten
Sie grinsend
Die OP fällt aus, ich darf nicht rein
Er grinst zurück, drückt einen Schalter, die Tür öffnet sich und es geht in einen großen Raum. Menschen sind nicht zu sehen. Der Pfleger stoppt das Bett, verabschiedet sich und geht. Sie ist allein im Raum. Niemand zu sehen oder zu hören. Bis plötzlich jemand neben ihr steht.
Guten Morgen, dann wollen wir mal
Guten Morgen
Sie wird in den Vorraum gebracht. Dort wird sie mit Kabeln an einen Überwachungskasten angeschlossen. Aber nichts passiert. Der Kasten zeigt nichts an. 
Ist wohl kaputt. Ich hole einen neuen.
Sie muss grinsen. 
Aber auch der zweite funktioniert nicht.
Sie fängt an zu lachen
Die Schwester lachend:
Das ist nicht zum lachen. Im OP Saal warten sie bereits
Tja, ich würde ja gerne...
Die sollen ja nich ohne mich anfangen..

Sie geht ein neues Gerät holen aber wieder..
Das ist doch verrückt..
Erst das vierte Gerät funktioniert und zeigt Werte an.
Puuuuh..
Nun aber. Sie bekommt eine Zugang gelegt, für das Narkosemittel.
Das wird auch gleich rein getan.
Sie will noch was sagen aber.....

Sie macht ihre Augen auf und wundert sich.. befindet sie sich doch wieder in dem großen Raum in dem außer ihr niemand zu liegen scheint. Was ist mit der OP, fragt sie sich? An einer Wand sieht sie eine Uhr. 14 Uhr zeigt sie an. Dann scheint die OP vorüber zu sein. Mit der Hand wandert sie an ihrem Körper runter bis zwischen ihren Beinen. Sie fühlt einen dicken Verband. Hoffentlich ist alles gut gegangen. Sie atmet auf. Gott sei Dank. Das Ding ist weg. Nichts hängt mehr runter. 
Eine Schwester kommt, fragt ob alles in Ordnung ist.
Ja, alles gut, antwortet sie mir einem Lächeln.
Prima, ich rufe jemand, der sie wieder in ihr Zimmer bringt.
Danke
Ein paar Minuten später ist sie wieder auf ihren Zimmer. Eine Schwester öffnet ihren Schrank, holt ihr Handy raus und gibt es ihr. Sie macht es an und verschickt mehrere Nachrichten. Darunter an ihre Freundin, die unterwegs und bald da ist. 

Halbe Stunde später klopft es an die Tür.
Herein 
Ihre Freundin kommt rein und auf sie zu.
Halloooo. Glückwunsch
Sie umarmen sich vorsichtig 
Wie geht es dir?
Super, ich freue mich, hab es überstanden. Hab nur leider gar nichts mit bekommen, war irgendwie wie ein Wechsel vom Filmrollen. Von einem zum anderen Augenblick war ich in einem anderen Zimmer. Nur Stunden später. Was war dazwischen?
Sie hob die Bettdecke hoch und zeigte ihr den Verband.
Wow!!!
Mir geht es gut, nichts tut weh..
Sie quatschen und quatschen bis es Zeit für Abendbrot wird.
Sie hören schon das Geklapper von draußen. 
Dann geht auch bei ihr die Tür auf und jemand bringt essen. Sie können es riechen.
Dann passiert etwas, womit niemand rechnet.
Sie muss sich übergeben und spuckt und spuckt. Alles voll, Bettzeug, ihre Kleidung.
Plötzlich ist das Zimmer voll mit Menschen. Es wird laut, alles redet durcheinander. Was tun?
Sie soll vorsichtig aufstehen. Es macht ihr keine Probleme. Sie geht zur Seite, zieht sich aus, bekommt saubere Kleidung zum anziehen. Plötzlich merkt sie, wie sie alle angucken.
Ist was?
Geht es Ihnen gut? Ist Ihnen schwindelig?
Nein alles in Ordnung. Sie geht ein paar Schritte. Alle gucken ungläubig.
Unglaublich sagt die eine Schwester.
Nach ein paar Minuten kann sie sich wieder ins Bett legen. Die beiden sind wieder alleine im Zimmer.
Gucken sich an...
Was haben die gedacht, was passiert?
Das du hinfällst? 
Warum? Ist doch alles ok
Du bist mir eine!!!!
Das glaubt mir doch kein Mensch sagt sie.
Nee, bestimmt nicht.
Du, ich muss langsam los.
Schaaaade, danke das du hier bist. 
Sie verabschieden sich, drücken sich einmal
Ich melde mich, wenn ich zuhause bin.
Prima, komm gut nach Hause.
Und nun? Der Tag geht ihr durch den Kopf, einschließlich des Vorfalls. War schon komisch, das sie sich 2 Stunden nach der OP bewegt, als wenn nichts wäre. Aber so ähnlich war es auch nach ihren beiden Operationen aufgrund ihrer Bandscheibenvorfälle. 
Gegen Abend kommt die Nachtschwester rein. Sie hatte schon davon gehört und auch sie wollte es nicht glauben. Sie sind die erste, sagt sie.  Wow, denkt sie.

So geht ihr Tag vorüber. 2 Wochen später ist sie wieder zuhause. 6 Wochen später fängt sie langsam an zu joggen.
Dieser Tag wird ihr immer in Erinnerung bleiben.

 
                                                                   ENDE


#trans #geschichten #transidentität #krankenhaus #derletztetag #geschlechtsangleichendeoperation 

Donnerstag, 27. April 2023

Ich bin ....

 


Ich bin..... Manche sagen ich sei für immer Trans Ich dagegen brauche Distanz Ich habe damit abgeschlossen Habe die Zeit genossen Mir ist schon lange klar, ich bin weiblich Wie ich das geniesse ist unbeschreiblich Ich bin ein Mädchen Mein Name ist nicht Gretchen



#Lyrik #Poetry #Poesie #Gedichte #trans #transidentität #transgender

Mittwoch, 26. April 2023

Lebenslänglich Trans

Heute Nachmittag war ich fleißig

ich hoffe euch freut das Ergebnis :)



Lebenslänglich Trans
Früher hieß sie mal Hans 

So wollte sie nie heißen 
Ihn wollte sie endlich weg schmeißen 

Heute lebt sie endlich richtig 
Das war ihr ganz wichtig 

In der Familie gab es grosses Geschrei 
Ihr war das einerlei 

Ihr war schon lange klar
Das sie jemand anders war

Niemand wollte ihr glauben 
Stattdessen ihre Identität rauben

Ihr neuer Weg war nicht leicht
Inzwischen hat sie viel erreicht 

Viele Steine säumten ihren Weg 
Am Ende hatte sie ihren Beleg 

Nach vielen Jahren lag sie endlich auf dem Tisch
Die Erinnerung daran bleibt frisch

Vieles ist jetzt für sie neu
Zu Anfang ist sie noch oft scheu

Doch oft ist ihre Freude riesengroß 
Ist sie ihr altes Leben doch los


#gedichte #lyrik #poesie #trans #transgender #transidentität

Sonntag, 16. Oktober 2022

2. geschlechtsangleichende Operation

Nun kommt auch bald wieder der Jahrestag meiner 2. geschlechtsangleichenden Operation.  Die Zeit vergeht so schnell, es war doch erst gestern als ich im Krankenhaus war. Der Ablauf war im Vergleich zur ersten etwas anders. Ich brauchte erst am OP Tag im Krankenhaus sein. Musste wieder mit leerem Magen ankommen. Heißt, am Vortag (ein Montag) noch so viel wie möglich essen und trinken. Ich packte also am Vortag meine Taschen. Auch dieses Mal war mir nicht klar, wie lange ich da bleiben werde. Wieder ging es mit der Bahn und Bus zum Krankenhaus. Den Weg kannte ich ja zum Glück bereits. Ich war pünktlich und fand auch das Wartezimmer vor dem OP Saal. Nun begann das Warten. Warten, warten, warten!!! Es passierte NIX!! Keiner kam um mich abzuholen. Gegen Mittag bekam ich sozusagen frei. Konnte erst mal raus aus dem Wartezimmer und mich draußen bewegen. Ich schaute mich auf dem Gelände um. Zurück im Wartezimmer kam die nächste Ansage. Entweder geht es bald los oder ich darf schon mal in mein Zimmer. Oh jee!! Den ganzen Tag war ich jetzt ohne Essen. Wird mir wieder passieren, was beim ersten Mal passiert ist?? Das ich erbrechen muss, wenn das Abendbrot gebracht wird?? Gegen ?? 14 Uhr kam dann die Erlösung, ich wurde aufgerufen. Es ging endlich los. Ich durfte mich ausziehen, die Sachen alle verstauen, wurden nach oben in mein Zimmer gebracht. Dann ging es in den OP Vorraum. Ich wurde wieder verkabelt, bekam einen Zugang am Arm. Dieses Mal funktionierten alle Geräte einwandfrei. Und auch die Narkose funktionierte wie beim ersten Mal. Nach dem ich sie erhalten hatte, lag ich auch schon wieder im Aufwachraum. Ich hatte wieder nichts mitbekommen. Die Schwester kam, sah das ich wach war, fragte ob alles in Ordnung war, ich bejahte, sie ging wieder. Ich war anscheinend sehr müde. Ich schlief wieder ein. Als ich wieder aufwachte, war es draußen dunkel. Wieder kam die Schwester. "Na ausgeschlafen?", fragte sie mich. Sie rief einen Pfleger, der mich nach oben auf mein Zimmer brachte. Es war das gleiche wie beim ersten Mal. Meine Sachen waren bereits da. Abendbrot kam auch bald, was leichtes. Dieses Mal ging alles gut. Kein Erbrechen. Am nächsten Tag, es war der erste Feiertag in Hamburg an einem 31. Oktober, kam am Vormittag die Visite. Es sah alles gut aus. Keine Komplikationen bei der OP. Alles normal. :) Und schon war ich wieder alleine. An diesem Feiertag gab es zum ersten Mal freien Eintritt in die Museen, die in Hamburg mitmachen (wollten). Tja und ich wollte auch mit machen. In die Kunsthalle gehen. Stattdessen lag ich im Krankenhaus. Da ich nich liegen bleiben musste, bewegte ich mich im Krankenhaus bzw. auf dem Gelände. So ging der Tag rum. Am nächsten Morgen, nach der Visite, hieß es (für mich plötzlich), das ich nach Hause gehen kann. Ich rief meinen Vater an, der mich mit dem Auto abholen wollte. Die Papiere wurden fertig gemacht, ich packte alle meine Sachen zusammen, schaute noch mal nach, damit ich auch nichts vergesse, verabschiedete mich von den Krankenschwestern und Pflegern und verließ das Krankenhaus. Mein Vater kam zum Glück recht schnell. Zu Hause legte ich mich erstmal wieder hin. Tasche blieb unausgepackt auf dem Boden liegen. 

Im Nachhinein hätte ich gefühlt auch bereits abends nach der OP nach Hause fahren können und zwei Tage später zur Kontrolle noch  mal hinfahren können. :)  


Auch wenn sich das vielleicht für manche komisch anhört, für mich waren beide Operationen ein Kinderspiel. Und sie waren richtig. 

Es hat sich mir nie die Frage gestellt ob ich die OP möchte oder lieber doch nicht, da es keine leichte ist, das Ganze nicht rückgängig zu machen ist. Es ging mir nur um das Wann, nie um das Ja oder Nein. Es war für mich das Richtige. 


Lest auch über meine 2 Wochen im Krankenhaus, ein Bericht über die erste GaOP :)



#trans #transidentität #transfrau #transgender #hamburg #geschlechtsangleichendeoperation #uke #krankenhaus #operation 


Samstag, 10. September 2022

Einkaufserlebnis

Ich war heute einkaufen :)  Ich hatte mir 2 Kleider aus den aktuellen Katalogen von #UllaPopken ausgesucht. 

Nachdem ich einkaufen war und mir beim Bäcker wieder Tortenstücke gekauft habe :) bin ich in die Stadt gefahren. Zur Mönckebergstraße und direkt zu Ulla Popken. Es waren nicht viele Kunden im Laden. 



Ich bin direkt zur Kasse gegangen. Dort sah ich bereits von weitem 2 Verkäuferin stehen und einige Kunden. Ich holte meine mitgebrachten Kataloge heraus und fragte, in dem ich auf das erste Bild zeigte, ob sie das vor Ort haben.  Sie schaute sich das Bild an und verneinte. Auch beim 2.Bild musste sie leider Nein sagen. Wir können beide bestellen sagte sie und ich sagte freudig "Prima". Die Verkäuferin fragte nach meiner Größe. "Ups", ich musste überlegen. "Ich hätte doch nachschauen sollen,  46 - 48 glaube ich" "42-44?"  Ich: "Nein oder 48 - ??" Sie:  "Nein", schaute mich noch mal an und meinte "42-44 wohl doch nich". "Also 46 - 48". Sie schrieb meinen Namen, Adresse sowie Telefonnummer auf und die Artikelnummern. "Dauert ca. 7 Tage", sagte sie. Dann schaute sie mich an und fragte ob ich mich umschauen möchte ,wo ich doch gerade da bin. Ich musste grinsen. "Wo ich doch schon mal da bin".  Wir beide gingen dann durch den Laden, sie zeigte mir das eine oder andere Kleid. Bei dem einen, ein Strickkleid ,was ich mir gut vorstellen könnte, war meine Größe nich dabei. Wir gingen weiter, sie zeigte mir ein paar Kleider und meinte, "Nein, steht Ihnen nicht". Ich gab ihr Recht. Wir unterhielten uns noch eine Weile, auch über Tipps von anderen, die man wohl zwangsweise unbedingt befolgen sollte, ob einen das Teil nun gefällt oder nicht. Dann verabschiedete ich mich und ging Richtung Ausgang. 
Dann sah ich doch noch ein Kleid, das mir gefiel. Ich schaute auf den Preis, der ok war für mich, meine Größe war auch dabei und ging zu den Umkleidekabinen. Ich zog das Kleid aus, das ich anhatte und das ausgesuchte an. Es passte und gefiel mir. Ich ging wieder raus, Richtung Kasse zur Verkäuferin "Ich hab doch noch was gefunden".  Sie "Cool".  Ich fragte "Zu welchen Gelegenheiten trage ich das?" Sie: "zu jeder Gelegenheit, das ist alltagstauglich, können sie gleich anbehalten, die passenden Schuhe tragen sie ja". Ich freute mich und stutzte aber auch: "Anlassen?"  Hatte ich noch nie gemacht. "Ok". Wir gingen zu den Umkleidekabinen. Ich zog das Kleid aus, reichte es ihr und sie schnitt das Schild ab. Ich zog es wieder an, nahm meine Sachen und es ging zur Kasse. Ich bezahlte das Kleid und ging dann meiner Wege.




Es war für mich ein schönes Erlebnis. Ich weiß nicht, wie die Verkäuferin mich wahrgenommen hat. Es war für mich auch nich zu erkennen, was sie über mich dachte. Und das ist genau das was ich möchte!!! :)  Es ging um die Kleidung um die Beratung. Und die war prima. Die Verkäuferin war mir sehr sympathisch. Ich hatte auch kein komisches Gefühl und war auch nicht unsicher. Für trans Frauen, die am Anfang ihres Weges stehen ist so ein Erlebnis goldrichtig und stärkt ihr Selbstvertrauen.
Am Ende hatte ich das Gefühl, ich kann ganz gut meine Kleidung aussuchen. Ganz klar!! Fehlkäufe hat jede Frau in ihrem Leben. Da mache ich keine Ausnahme. Und deshalb belastet es mich auch nicht, wenn mir das passiert.


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Dienstag, 16. August 2022

Transfeindlichkeit - nimmt sie in Deutschland zu?

Gestern abend bin ich auf einen Podcast vom Bayerischen Rundfunk  aufmerksam geworden


Willkommen im Club  - der queere Podcast von Puls heißt der. Und in der aktuellen der 76. Folge geht es um ein Thema, das mich gerade auch beschäftigt #Transfeindlichkeit.  Da kam mir diese Folge gerade Recht. Ich kann da gerade so einiges nicht einordnen, was in den sozialen Medien passiert. Sind es viele, sind es wenige. Und genau diese Fragen werden in dieser Folge thematisiert.  Von daher jeder, der sich damit gerade auch beschäftigt, anhören!!!!

Es lohnt sich!


Wir haben ein fettes Problem in Deutschland. Und zwar mit Transfeindlichkeit. Wir fragen uns in der Folge heute: Nimmt die Transfeindlichkeit in Deutschland in letzter Zeit sogar noch weiter zu? Und wenn ja, in welchen Bereichen fällt das trans* Personen besonders auf. Achtung: Diese Folge wird uns und euch wachrütteln, deswegen hört sie euch nur an, wenn ihr euch damit wohlfühlt.


Hier kommt ihr zum Podcast: Thema Transfeindlichkeit


Zu Gast:

Infos und weiterführende Links:




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CSD

  Heute ist in Hamburg der jährliche CSD – Der Abschluß der Pride Week. Vor 50 Jahren fand er das erste Mal statt. In New York. Das Motto ...