Letztes Jahr wurde ich auf Twitter auf eine Ausschreibung aufmerksam. Da suchte jemajd Geschichten für drei Anthologien. Drei Themen. Ich machte mich ran, schrieb für zwei Geschichten und reichte sie ein. Leider hat es für eine Veröffentlichung nicht gereicht. Ich möchte sie deshalb jetzt für Euch zum Lesen zur Verfügung stellen. Viel Spaß!!
Findet
Andrea die Richtige?
von
Alexandra Boisen
Andrea
ist eine junge Trans Frau, Single und wohnt in einer
2-Zimmer-Wohnung. Sie fühlt sich einsam und wünscht sich
sehnsüchtig eine Beziehung. Mit einer Frau. Denn Andrea ist
lesbisch. Es will ihr einfach nicht gelingen, die Richtige zu finden.
Sich zu verlieben. Schmetterlinge im Bauch zu fühlen, wenn sie an
sie denkt. Vieles hat sie schon ausprobiert. Dating Lines,
Kontaktanzeigen im Internet und und und. Dabei bleibt sie nicht
einfach nur zu Hause, sondern geht auch raus. Setzt sich gerne in
Cafes, schaut sich die Leute an, liest und trinkt ihre
Lieblingsschokolade. „Weisse“. Besucht Lesungen und
Ausstellungen. Trifft also auf viele Menschen. Nur die „Richtige“
ist nie dabei.
Samstag
Ich
wache auf und fühle mich noch sehr müde. Ziehe mir die Decke über
den Kopf und drehe mich zur Seite. Schließe die Augen. Aber nix mit
wieder einschlafen. Ich muss dringend auf die Toilette. Mühsam stehe
ich auf. Gehe zur Toilette ohne irgendein Licht an zu machen. Um es
dann doch an zu machen. Wenn ich schon mal da bin, kann ich mich auch
gleich rasieren. Geht ja fix zum Glück. Und dann damit ich wach
werde, ab unter die Dusche. Anschließend lege ich mich wieder ins
Bett um zu überlegen, was ich mit dem Tag anstelle. Anziehen sollte
ich mir dann aber auch was. Kommt wohl nicht so gut, unbekleidet in
die Stadt zu fahren. Was mache ich nur? Cafe? Museum? Buchhandlung?
Gute Frage, ich stelle mich erst mal vor meinen Kleiderschrank. Kleid
oder Kleid, das ist hier die Frage. Ich lächle dabei vor mich hin.
Greife zu meinem Lieblingskleid (Weiss/Schwarz). Auf eine Strumpfhose
verzichte ich auf grund des schönen Wetters. Packe meine Tasche,
ziehe passende Sandaletten an und auf geht’s! Auf zur U-Bahn. Volle
U-Bahn, Mist, aber dahinten ist noch ein Sitzplatz, den schnappe ich
mir. Puuuh, das war knapp. Es ist ziemlich laut, die einen spielen
mit ihrem Handy, die anderen telefonieren. Ich fahre bis zum
Hauptbahnhof und gehe zur nächstgelegenen Buchhandlung. Auf dem Weg
zur Buchhandlung begegnen mir viele Menschen, die beim Gehen auf ihr
Handy starren, anstatt auf den Weg zu achten. Als erstes schaue mir
die Neuerscheinungen an. Schöne Titel sind darunter. Ich gehe
weiter, es folgt ein Tisch mit Hamburg Krimis. Die kenne ich aber
alle bereits. Es geht weiter zu den historischen Romanen. Da sind ein
paar interessante Neuerscheinungen dabei. Ich schaue mir ein paar an.
Die Cover sehen toll aus und die Inhaltsangaben auf der Rückseite
klingen interessant. Kommt definitiv auf meine Wunschliste. Ich gehe
weiter durch die Buchhandlung, schaue auf den Tischen und in die
Regale nach interessanten Büchern. Ohne was zu kaufen, verlasse ich
die Buchhandlung wieder, gehe zurück zur Bahn und fahre in die
Hafencity. Endlich wieder Lieblingsschokolade trinken. Im Cafe
Backhaus. Zum Glück kommt die Bahn schnell und ich bin bald da. Mit
vielen anderen Menschen, verlasse ich den Bahnhof über die lange
Rolltreppe. Am Spielplatz vorbei geht es zum Cafe. Ich trete ein und
finde auch gleich einen freien Tisch am Fenster mit Blick auf das
Wasser. Darüber freue ich mich. Die Verkäuferin erkennt mich
gleich wieder und weiß auch noch was ich trinke. Super!!! Sie steht
auch schon am richtigen Ort und macht meine „Weisse Schokolade“
fertig. Großer Becher, wie immer! Ich nehme ihn vom Tresen und gehe
vorsichtig zu meinem Tisch. Den Becher stelle ich vor mir hin. Aus
meiner Tasche hole ich Block, Kugelschreiber und meinen Ebook Reader.
Zufrieden und Happy nehme ich einen Schluck Schokolade. Dabei schaue
ich mir die anderen Gäste um mich herum an. Mein Getränk ist gerade
richtig, nicht zu heiß und nicht lauwarm. An einigen Tischen sitzen
Frauen und tippen auf ihren Laptops rum. Einige lesen, andere
plaudern mit ihren Bekannten, Familie usw. Ich stehe auf, gehe zum
Tresen und bestelle mir einen zweiten Becher. Ich setze mich wieder
hin und lese ein paar Seiten auf meinem Eabook Reader. Einen
historischen Krimi lese ich gerade, der in den Golden Twenties in
Berlin spielt. Er ist auf jeden Fall spannend. Mein Becher ist schon
wieder leer. Es wird Zeit, das ich wieder nach Hause fahre. Ich packe
meine Tasche, stelle den Becher auf eine Ablage und mache mich auf
dem Weg zur Bahn. Ganz hinten finde ich einen Platz für mich. In
einer halben Stunde bin ich auch schon zu Hause. Ich ziehe meine
Klamotten aus und stelle mich erst mal unter die Dusche. Vorher mache
ich noch das Radio an und stelle die Musik lauter. Nach dem Duschen
trockne ich mich erst mal ab und laufe nackt durch meine Wohnung.
Hole mir ein Glas und mache eine Flasche Cola Zero auf. Damit setze
ich mich in meinen Sessel. Ich greife zu meinem bereitliegenden Ebook
Reader und lese weiter. Bis es Zeit wird ins Bett zu gehen. Ich
stelle das Radio so ein, das es von alleine ausgeht, mache Licht aus
und gehe ins Schlafzimmer und lege mich ins Bett.
Sonntag
Ich
kann endlich mal aussc,hlafen und im Bett liegen bleiben. Ups,
schnell was überziehen und dann gehe ich runter zum Bäcker,
Brötchen zum Frühstück holen. Und dann setze ich mich an meinen
Tisch und esse in Ruhe das Brötchen. Ich habe heute zu nichts Lust
und lege mich wieder ins Bett. Decke mich zu. Höre die Musik aus dem
Radio, schlafe aber wieder ein, für ca 2 Stunden. Ich bleibe im Bett
liegen. So vergeht der Sonntag. Die nächste Woche. Eine Woche voller
Arbeit und Stress. Und wenig Erholung. Zum Glück geht sie schnell
vorbei. Und es ist wieder Wochenende.
Als
ich am Freitag von der Arbeit nach Hause kam, wurde ich beim
verlassen des U-Bahnhofes angespuckt. Ich drehte mich um und schrie
den Täter, ein Mann, an. Und machte, das ich weg kam. Zu hause
angekommen, musste ich mich erst mal beruhigen. Holte mir was zu
trinken aus dem Kühlschrank und setzte mich in meinen Sessel. Was
für ein Arschloch. Wieso spuckt der mich an? Arschloch. Ich trinke
aus der Flasche und langsam werde ich ruhiger. Ich stelle das Radio
an und die Musik etwas lauter.
Samstag
Ich
wache spät auf. Entschließe mich zu Duschen. Was mache ich heute?
Ich weiß es noch nicht. Erst mal die Einkäufe erledigen. Dann mache
ich mir Milchreis mit Mandarinen dazu. Standard Essen bei uns in der
Familie seit Jahrzehnten. Anschließend ziehe ich mir was schönes
an und fahre in die Hafencity. Bummele erst mal am Wasser entlang.
Der Tag ist so schön und es riecht immer so gut am Wasser. Dahinten
sehe ich auch schon mein Lieblingscafe. Ich steuere es an und finde
auch einen Tisch mit Blick auf das Wasser. Herrlich. Meine
Lieblingsschokolade kommt sofort und ich nehme erst mal einen großen
Schluck. Zum Glück ist der zweite Becher gratis. Da kann ich auch
mal schnell trinken. Ich setze mich so hin, das ich auf das Wasser
schauen kann. Der Anblick beruhigt mich sofort. Ich nehme noch einen
Schluck und schließe die Augen. Eine Stimme weckt mich aus meinen
Gedanken. „Darf ich mich zu Dir setzen?“ werde ich gefragt.
Natürlich antworte ich ihr freundlich. Sie stellt ihre Tasche an die
Seite und setzt sich zu mir. Hm. Sie bestellt sich einen Kaffee und
ein Stück Kuchen. Sie hat lange blonde Haare und trägt wie ich ein
Kleid. Was mir sehr gefällt. Ich sag es ihr und sie freut sich über
mein Kompliment. Beide geniessen wir den Blick auf das Wasser.
Und
jetzt? Frage ich mich, sage ich was zu ihr? Will sie das überhaupt?
Und wenn nicht? Mist! Was mache ich nur? Hilfe!! Das Mädchen mit
der vorlauten Klappe ist gerade mal wieder sehr schüchtern. Feige
wie ich bin, packe ich meine Sachen und mache mich auf dem Weg nach
Hause.
Gehe
direkt zur Bahn. In der Bahn sitzen hinter mir eine Mutter mit ihren
2 Kindern. Der eine zappelt richtig rum. Die Mutter sagt, er hätte
wohl Hummeln im Hintern. Ich nehme spontan was zum schreiben aus
meiner Tasche und schreibe auf einen Zettel.
Der
kleine Junge hinter mir hat wohl Hummeln im Hintern,
ob
die wohl dort bis Dezember überwintern??
Den
Zettel gebe ich der Mutter. Sie liest es ihren Kindern vor. Alle drei
freuen sich darüber und lachen. Allerdings sagt der Lütte jetzt
Hummeln im Popo und grinst.
Bei
mir angekommen, stelle ich mich unter die Dusche und ärgere mich ein
bißchen, weil ich einfach weggegangen bin ohne die Frau an zu
sprechen. Ob ich sie wohl wiedersehe? Eigentlich unwahrscheinlich.
Verpasst ist verpasst! Mist! Ich stelle das Wasser ab und trockne
mich ab. Mache mir etwas zu essen und setze mich damit an meinen
Tisch. Anschließend schaue ich TV, bis es Zeit wird ins Bett zu
gehen.
Sonntag
Schläfrich
bin ich noch als ich aufwache. Ich setze mich auf, dreh mich zum
Wecker um. Es ist 9.00 Uhr. Zeit zum Bäcker zu gehen, sonst ist
nichts mehr da. Ich ziehe mir schnell was an und gehe los. Vorm
Bäcker bleibe ich stehen, Draußen sitzen 3 Damen am Tisch und
spielen sich auf ihren Handies Schlager vor. :) :). Aus den 70ern
aber auch Matthias Reim.
Mein
Brötchen bekomme ich nach draußen gebracht. Sie kennt mich halt.
Ich lege ihr das abgezählte Geld in die Hand. Zu Hause frühstücke
ich in aller Ruhe, trinke meinen Becher Kakao auf dem Balkon aus.
Weil es so schön ist, bleibe ich da sitzen, schließe die Augen und
geniesse die Stille. So vergeht dieser Tag. Abends schaue ich eine
Doku über eine Schatzsuche im TV. Danach lege ich mich ins Bett und
schlafe auch bald ein.
Montag
Die
Woche beginnt wie üblich mit dem Montagsfrust. Bin schlecht gelaunt
und froh, als ich wieder daheim bin. Ab auf dem Balkon und die Sonne
geniessen, mit einem kalten Getränk aus der Flasche.
Dienstag
Heute
ist es noch wärrmer, ich setze mich im Bikini auf meinen Balkon um
so am ganzen Körper braun zu werden.
Mittwoch
Feierabend.
Ich mache mich auf dem Weg in die Innenstadt. Zuerst zum
Hauptbahnhof. Ich möchte mich in der Bahnhofsbuchhandlung umschauen.
Oben in der Comicabteilung. Im Regal steht das Comicbook „Blau ist
eine warme Farbe“. Es geht um 2 Mädchen, die sich in einander
verlieben. Schön. Ich nehm ihn mit. Hört sich wirklich gut an und
die Zeichnungen gefallen mir auch sehr. Damit fahre ich zufrieden
nach Hause. Ich setze mich mit dem Comic auf den Balkon und fange an
zu lesen.
Donnerstag
Wie
immer werde ich von meinen Kolleginnen ignoriert, wenn ich sie beim
reinkommen begrüsse. Sie können es nicht lassen. Blöde Weiber! Na,
mir egal, ich gehe da nur hin um zu arbeiten, um mein Geld zu
verdienen.
Freitag
Endlich
wieder Wochenende. Ich habe noch keine Lust nach Hause. Stattdessen
fahre ich zur Kunsthalle und schaue mich im dortigen Museumsshop um.
Besonders gerne schaue ich mir die Postkarten an. So viele und so
schöne. Wow! Fantastisch. Was für eine große Auswahl. Aber auch
viele tolle Bücher über Kunst und viele andere Sachen. Ich gehe mit
10 Postkarten nach Hause. Bestimmt brauche ich bald wieder ein neues
Album dafür. Wenn das so weitergeht. Ganz bestimmt sogar. 6 habe
ich inzwischen zusammen. Da schaue ich immer gerne rein, wenn es mir
nicht so gut geht.
Samstag
Ich
habe dieses mal gut geschlafen, fühle mich wach. Ich mache mich
fertig, gehe zum Bäcker Brötchen holen und ein paar Zeitungen aus
dem Kiosk. Die lese ich, nachdem ich gefrühstückt habe.
Anschließend mache ich meine Wochenendeinkäufe. Alles auspacken und
die Schränke legen, danach gehe ich unter die Dusche. Halb angezogen
mache ich mir was zu essen. Wie jeden Samstag Milchreis. Nach dem
Essen spüle ich ab und mach das Geschirr sauber. Dann gehe ich in
mein Schlafzimmer und suche mir aus meinem Kleiderschrank was schönes
raus. Ich will wieder in die Hafencity. Ich entscheide mich für ein
hellblaues Kleid. Draw steht mir besonders gut.
Im
Cafe sitze ich wieder am gleichen Tisch wie vor einer Woche. Meine
Lieblingsverkäuferin steht schon bereit, als sie mich hereinkommen
sieht. Ich brauche nicht mehr viel zu sagen als Stammgast. Bekomme
gleich mein Getränk an den Tisch gebracht. Ich schließe beim ersten
Schluck die Augen. Ich denke mir, ob sie wohl heute auch wieder
kommt? Die Frau vom letzten Mal? Setzt sie sich wieder zu mir? Ich
bin gespannt. Bisher ist sie aber nicht zu sehen. Ich trinke in Ruhe
meinen Becher aus und lasse mir gleich nachfüllen. Ruhig lese ich
die Geschichte auf meinem Reader. Nur am Rande bekomme ich mit, wie
einige Gäste lachen und meine Lieblingsverkäuferin ihnen die
Meinung geigt. Geht es etwa um mich?
Mich
drehe mich weg, schaue aus dem Fenster und versuche auf das Wasser zu
gucken. Meine Gedanken rotieren im Kopf. Hört das denn nie auf? Ich
packe meine Tasche, werfe meiner Lieblingsverkäuferin einen Gruß zu
und mache ich auf schnellstem Wege nach Hause. Zu Hause ziehe ich
alle meine Klamotten aus und verkrieche mich im Bett. Radio stelle
ich vorher etwas lauter als sonst.
Sonntag
Wache
auf, ziehe mich an und mache mich schlecht gelaunt auf den Weg zum
Bäcker. Dort angekommen, eine Schlange von Kunden. Ich bleibe
draußen stehen. Ein Mann kommt, geht rein und drängelt vor. Ich
schreie gleich laut los. Eine andere Kundin die draußen am Tisch
sitzt sagt, Er würde auch warten. Na super! Bin ich also ein „Er“.
Muss ja wirklich scheisse aussehen. Der Tag ist gelaufen. Der Mann
kommt wieder raus und stellt sich hinter mir. Ich bin froh als ich
dran bin, mein Brötchen bekomme und schnell wieder nach Hause komme.
Lust zum Essen habe ich aber irgendwie nich. Ich gehe in die Küche
und mache das Frühstück fertig. Und esse im Wohnzimmer am Tisch.
Und nun? Keine Lust zu irgendwas. Ich lege mich wieder ins Bett.
Radio laut, die armen Nachbarn. Ich schlafe wieder ein. So nach 2
Stunden wache ich auf. Meine Laune ist dadurch aber nicht besser
geworden. Im Radio kommt eine Talk Show, der ich folge. Bleibe im
Bett. Ziehe mir die Decke über meinen Kopf. Abends schaue ich mir
wieder Dokus an über eine Schatzsuche.
Montag
Die
Woche fängt wieder gut an, ich werde beim reinkommen ins Büro
wieder ignoriert. Das kanne ich aber auch, in dem ich gleich meinen
Kopfhörer aufsetze Musik aufdrehe und dann anfange an zu arbeiten.
Bin
immer froh, wenn ich Feierabend habe. Ich fahre heute anschließend
in die Hafencity und setze mich ans Wasser. Runterkommen! Auf andere
Gedanken kommen.
Dienstag
Beim
Verlassen des Hauses in dem ich wohne, werde ich von diversen
Schülern freundlich mit Hallo begrüßt. Draw freut mich und zaubert
mir ein Lächeln auf mein Gesicht.
Mittwoch
Ich
fahre nach der Arbeit in die Innenstadt und suche die Buchhandlung
auf. Vielleicht finde ich ja ein Buch für mich. Oder einfach nur
gucken, was es neues gibt. Zumindestens gibt es neue kostenlose
Buchmagazine. Die nehme ich auf jeden Fall mit.
Donnnerstag
Heute
kommt das neue „Büchermagazin“ in den Handel. Also auf zum
Bahnhof nach der Arbeit und es kaufen. Zuhause mache ich es mir auf
meinem Balkon gemütlich und lese drin.
Samstag
Ich
sitze wieder in meinem „Lieblingscafe“. Überraschung! Oh! Ich
werde von meiner „Lieblingsverkäuferin“ umarmt und gedrückt,
weil ich letzten Samstag praktisch geflohen bin. Sie sagt, wenn das
nochmal vorkommt, bekommen die Gäste Hausverbot. Sowas soll hier
nicht vorkommen. Das freut mich. Auch das ich einen Becher gratis
bekomme. Ich bekomme auch gleich Gesellschaft.Eine mir sympathisch
aussehende Frau setzt sich zu mir an den Tisch. Sie bestellt sich
einen Kaffee. Ich lese mein Buch weiter, schaue ab und zu aus dem
Fenster. Die Frau verabschiedet sich, nach dem sie ihren Kaffee
getrunken hat und ich bin wieder alleine am Tisch. Ich schaue mich um
und werde von einem anderen Tisch aus angelächelt. Ich lächle
zurück. Nach einer Stunde mache ich mich auf den Weg nach Hause.
Sonntag
Ich
bin zum Bahnhof gefahren und stehe gerade in der
Bahnhofsbuchhandlung. Und wen ich sehe ich da? Die kenne ich doch!.
Hurra!. Jetzt aber. Ich spreche sie an, das wir uns vom Cafe kennen
und ob wir uns nicht nächste Woche dort treffen wollen. Ich bin auf
jeden Fall da, sage ich ihr. Sie sagt lächelnd zu. Ich freue mich.
Sie verabschiedet sich und ich gehe hoch zu den Comics. Hier gibt es
neue Prospekte von den Verlagen, die ich einstecke. Das neue
Zack-Magazin ist auch bereits da. Ich nehme es mit. Ein paar
Sonntags-Zeitungen kommen noch dazu. Ich bezahle und ab geht es nach
Hause. Ich setze mich auf meinen Balkon und schmökere ein wenig in
den Comicprospekten und im Zack-Magazin. Wieder interessante Serien
enthalten. Lady S gefällt mir sehr. Ist eine spannende Geschichte.
Abends schaue ich mir meine Doku-Serie an.
Eine
Woche später, Samstag
Ich
stehe gut gelaunt auf, ein Date wartet ja auch mich :). Ich freue
mich schon auf heute Nachmittag. Ich ziehe mich an und hole mir vom
Bäcker ein Brötchen, aus dem Kiosk Zeitungen. Ich frühstücke in
Ruhe. Erledige meine Einkäufe und geh unter die Dusche. Anschließend
überlege ich ganz in Ruhe was ich anziehen möchte. Ich lege die
Sachen auf mein Bett bereit. Gehe wieder ins Bad um mich hübsch zu
machen. Ich rasiere mich heute gründlich. Mache vorher den Rasierer
richtig sauber. Über Nacht hab ich ihn extra aufgeladen. Auch, wenn
man aufgrund meiner hellen Haare, kaum ein Haar von weitem sieht
möchte ich soviele wie möglich entfernen. Trotz des warmen Wetters
ziehe ich mir eine Strumpfhose an, eine dünne. Das bereit gelegte
Kleid und passende Schuhe. Wow!! Sage ich zu mir beim Blick in den
Spiegel. Also, ich gefalle mir. Auf jeden Fall. Nicht mehr viel Zeit
und ich gehe los. Bekomme draußen ein Lächeln, fängt gut an, sage
ich zu mir. Die Bahn kommt auch gleich, ich fahre bis Jungfernstieg
und steige dann um. Eine Station, dann bin ich in der Hafencity. Am
Spielplatz geht es vorbei zum Cafe. Mein „Stammtisch“ ist zum
Glück gerade frei Ich nehme ihn in Beschlag, begrüße die
Verkäuferin, die schon bereit steht, meine „Weisse Schokolade“
fertig zu machen. Ich hole sie mir ab und setze mich an den Tisch.
Ich bin nervös und hoffe sie kommt auch! Ich trinke meinen Becher
leer und bestelle einen zweiten. Da sehe ich die Tür aufgehen und
„sie“ kommt herein. Hurra, sie kommt wirklich. Ich freue mich.
Ich strahle sie an, als sie auf mich zu kommt. Wir begrüssen uns mit
„Hallo“. Sie holt sich einen Becher Kaffee. Wir unterhalten uns
über die Woche, was wir gemacht haben. Dazwischen bringt uns die
Bedienung Nachschub an unseren Getränken. Wie die Zeit vergeht, bald
ist Schluß und das Cafe macht Feierabend für heute. Wir gehen
zusammen zur Bahn. Bis Hauptbahnhof fahren wir , dann fährt jeder in
ihre Richtung, nicht ohne uns für nächste Woche wieder zu
verabreden. Es war ein schöner Nachmittag, der mir sehr gefallen
hat.
Damit
verlassen wir Andrea wieder. Wir drücken Ihr die Daumen, das sie
dieses Mal Glück hat und die „Richtige“ gefunden hat.
Ende
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